Tierschutz mangelhaft

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Karsten
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Tierschutz mangelhaft

Beitrag von Karsten »

Der Tierschutz in Schwedens Landwirtschaft lässt vielfach zu wünschen übrig - und härtere Kontrollen, wie sie Landwirtschaftsminister Eskil Erlandsson im Herbst in Aussicht gestellt hatte, sind nicht in Sicht. Im November hatte der Minister stark auf haasträubende Bilder aus schwedischen Schweineställen reagiert und eine Änderung des Kontrollsystems angekündigt. Jetzt zeigt sich: Die verfügbaren Gelder für den Tierschutz reichen nicht aus.

Die Bilder, die eine Tierschutzorganisation heimlich in schwedischen Schweineställen aufgenommen hatte und die der Schwedische Rundfunk Ende November veröffentlichte, waren schockierend: Schmutzige Ställe, kaum Stroh, Schweine, die vom Kadaver eines Artgenossen fressen. Weshalb waren diese, offenbar weit verbreiteten, Misstände zuvor nie ruchbar geworden? Nachforschungen ergaben die Antwort: die totale Überlastung der für Tierinspektionen verantwortlichen Instanzen in Schweden. Eine ordnungsgemäβe Ausführung der Arbeit sei vielfach nicht möglich, berichteten Veterinäre.

Vertrauen der Verbraucher zurückgewinnen

Landwirtschaftsminister Erlandsson reagierte rasch: "Ich hoffe, dass die Verbraucher künftig wieder Vertrauen in Tierprodukte haben können", erklärte er nach der Ankündigung, künftig werde es mehr Inspektionen geben. Erreichen wollte man dies mit einer Neuverteilung der Gelder für den Tierschutz: Waren sie bisher entsprechend der Gröβe der jeweiligen Provinz vergeben worden, sollte sich der Betrag nun nach der Zahl der befindlichen Tiere richten. Doch nun, knapp zwei Monate später, kommt aus mehreren Provinzen harte Kritik: Mit dem neuen System habe sich nichts verbessert.

Alles beim Alten

"Wir laufen weiterhin Gefahr, dass uns mangelhafte Tierhaltung durch die Lappen geht", so Jörgen Wehre, verantwortlicher Veterinär für die Provinz Kalmar. "Zwar glaube ich nicht, dass mehr Menschen ihre Tiere vernachlässigen, nur weil wir weniger Kontrollen vornehmen; aber diejenigen, die schlecht für die Tiere sorgen, entgehen uns, und die Probleme bleiben ungelöst."

Die Inspektions-Verantwortlichen in anderen Provinzen teilen diese Ansicht. Die Enttäuschung über das neue System ist vielerorts groβ: Statt wie erhofft mehr Geld hat man weniger erhalten, beispielsweise in Halland. Der verantwortliche Veterinär Dag Hultefors hatte sich nach den ersten Berechnungen des Zentralamtes für Landwirtschaft auf einen Zuschuss in Höhe von umgerechnet 300.000 Euro eingestellt. Bekommen hat Halland schlieβlich aber nur 100.000 Euro. "Ich bin enttäuscht. Um unseren Auftrag ordentlich ausführen zu können, hätten wir entschieden mehr Geld gebraucht", so Dag Hultefors.

Andere Prioritäten setzen

Landwirtschaftsminister Eskil Erlandsson nimmt die Kritik gelassen. Dass die Summen für den Tierschutz in der Landwirtschaft vielfach geringer sind als erwartet, liegt laut dem Minister daran, dass Kontrollen auch Haustiere umfassen müssen - Hunde und Katzen beispielsweise. Auch das koste schlieβlich Geld. Wenn die Mittel nicht ausreichten, müssten die Provinzen in ihrem Haushalt andere Prioritäten setzen. "Sie bekommen einen groβen Sack Geld, und dieses Geld muss für verschiedene Aufgaben verteilt werden. Die Tierschutzkontrollen sind da ein wichtiges Feld", so der Minister.

(Quelle: Radio Schweden)
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Fjällkompis
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Re: Tierschutz mangelhaft

Beitrag von Fjällkompis »

Wegen der unkontrollierten Zustände in der schwedischen Tierindustrie ist es ein wirklich sehr schönes Gefühl, sich einen saftigen Elchburger zu brutzeln oder einen duftenden Braten aus dem Ofen zu ziehen. Genuss ohne schlechtes Gewissen. Der Elch war nie eingesperrt, nie auf einem Tiertransport, wurde nicht mit Medikamenten vollgestopft und hatte ein schönes Leben in der freien Wildbahn. Aus dem Elchfleisch wird auch kein Gammelfleisch, dafür ist die Beschaffung zu mühsam, Jagd und Schlachtung machen nämlich Arbeit, die man selbst machen muss und nicht Billiglöhnern überlassen kann. So hat man auch den nötigen Respekt vor einem hochwertigen Nahrungsmittel. Die "Herstellung" von Elchfleisch verbraucht im Vergleich zur verbrauchsintensiven industriellen Fleischproduktion kein Wasser, keine Energie und ist absolut klimaneutral. Es gibt genug Elche. Das Fleisch ist ganz mager, lecker und gesund. Es lässt sich auf viele Arten zubereiten. Und darüber hinaus ist ist Elchfleisch auch noch billiger als dieser Industriedreck.

Deshalb sage ich: Nein zu Tierquälerei und Ja zur Jagd!

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Re: Tierschutz mangelhaft

Beitrag von Framsidan »

Fjällkompis kannst du mir mal sagen wo es Elchfleisch gibt das billiger ist als Schweinefleisch??????

Bin zwar schon 30 Jahre hier aber bis jetzt habe ich das noch nicht gefunden. Es ist hier um vieles teurer

Bei den Filmen muss man auch daran denken wer sie gemacht hat. Djurrättsaktivister die sich als Tierfreunde ausgeben.

Was sind das für Tierfreunde die den film erst nach 1 1/2 oder 2 Jahren öffentlich machen?????

Tierfreunde die Toere frei lassen die dann in der freien Natur sterben.

Leute die sich nachts in Ställe einbrechen usw

Ich bin absolut gegen "vanvård" da ich selber mal Tierhalter war und auch finde dass man diejenigen die ihre Tiere nicht pflegen, bestrafen soll aber eine zweite strafbare Handlung hebt nicht die andere auf.

Djurrättsaktivister halten sich nie an die Gesetze, sie machen sich ihre eigenen. Wie würde es aussehen wenn alle die Gesetze in ihre eigenen Hände nehmen würden so wie die es machen????
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Re: Tierschutz mangelhaft

Beitrag von Fjällkompis »

Ich gebe Dir 100%ig recht, was Deine Kritik an diesen Aktionen betrifft! Das war aber nicht mein Thema.

Wir bezahlen für frisches (also nicht gefrorenes), gut abgehangenes, ordentlich zerlegtes, völlig fett- und knochenfreies Elchfleisch inklusive Anlieferung 45 Kronen pro kilo, egal ob filé, Roastbeef, Keule, Bratenfleisch oder Hackfleisch.

Dieser Preis gilt bei Abnahme einer bestimmten Menge, aber das ist kein Problem. Elchfleisch ist im Gegensatz zu Rind im Muskelgewebe fettfrei, das Fleisch ist durchgehend rot, die Fettpolster werden rund um die großen Muskelgruppen angelegt. Deshalb lässt sich Elch länger gefroren lagern, weil das Fett nicht ranzig wird.

Ich halte das für sehr preiswert. Es mag ja sein, dass es Schweinefleisch gibt, das noch billiger ist, aber so was kaufe ich nicht. Ich kann auch nicht verstehen, wie ein halbes gegrilltes Hähnchen für 2,50 Euro über den Tresen gehen kann. Für den gleichen Preis bekommt man ein Schälchen Rucola - da stimmt doch was nicht! Ich komme selber vom Dorf und habe nichts gegen Nutztierhaltung, das wäre ja auch noch schöner. Bei uns haben sich früher viele Leute selbst versorgt, kleiner Acker mit Kartoffeln und Rüben, Schweinchen im Stall, zwei Mutterschafe auf der Wiese und natürlich Hühner. Im Garten wächst das Gemüse dazu. Tolle Sache! Aber vielen Menschen, die sich im Supermarkt versorgen und noch nie einen Stall von innen gesehen haben, fehlt eben der Respekt vor der Kreatur und dem, was sie sich in den Mund stecken. Wer ein kg Schwein für 2 Euro kauft, belastet sich vermutlich nicht mit Nachdenken über Tierschutz und Gesundheit, Hauptsache Fleisch und zwar jeden Tag. Gemessen an der Qualität und den genannten ökologischen und gesundheitlichen Nachteilen ist Schweinefleisch vergleichsweise teuer. Um ein vielfaches teurer als Schweinefleisch ist Elchfleisch jedenfalls nicht, zumindest nicht bei uns, was vielleicht auch an der hohen Jägerdichte liegt.

Herzliche Grüße!

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Saga
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Re: Tierschutz mangelhaft

Beitrag von Saga »

Framsidan hat geschrieben:
Djurrättsaktivister halten sich nie an die Gesetze, sie machen sich ihre eigenen. Wie würde es aussehen wenn alle die Gesetze in ihre eigenen Hände nehmen würden so wie die es machen????

Mit der gleichen inneren Haltung wie Djurrättsaktivister,

Vielleicht besser?



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.............................................................damit du ihn dann verstehen kannst..........

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Re: Tierschutz mangelhaft

Beitrag von Framsidan »

45 Kr. für ein Kilo Elchfleisch......... das glaube ich erst wenn ich das sehe.

Ich habe mir erst vorige woche das ganze Wildfleisch bei COOP angesehen, aber gaaaanz weit weg von 45 Kr.


Saga die gleiche Einstellung wie die Djurrättsaktivister möchte ich nie in meinem Leben haben da ich nicht kriminell sein möchte.

Ich halte mich da schon lieber "på den lagliga sidan"
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Re: Tierschutz mangelhaft

Beitrag von Fjällkompis »

Na ja, im Laden oder bei COOP nicht. Ich kaufe ja auch keine Blaubeeren oder Pilze im Laden. Also wir bekommen das Fleisch direkt vom Jäger, der wohnt zwei Höfe weiter, hat in dieser Saison vier Elche erlegt und stellt mir keine Quittung aus ... ;) Beim Ren ist es genauso: ein kg für 70 Kronen kriegst du beim Züchter - aber nie und nimmer im Laden! Das direkte marketing ist hier auch der gängige Vertriebsweg, also das ist nichts besonders exklusives. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das in anderen Gegenden des Landes anders ist. Im örtlichen ICA gibt es ganz kleine Mengen getrocknetes Ren für Kunden, die sich nur hin und wieder mal ein paar Flocken in den Kaffee tun und dafür nicht gleich ein ganzes Tier kaufen wollen. Es gibt noch Elchwurst meist gemischt mit Rind, aber naja schwedische Wurst ... In der örtlichen viltbutik hier ist das (Elch)Fleisch auch sehr sehr viel teurer (und gefroren). Da kaufen auch nur Touristen und deutsche Autoingeniuere ein. Die Einheimischen haben andere Quellen. Hier sind glaub ich drei von vier Leuten Elchjäger. Ist schon nicht sooo schlecht, wenn man im Norden wohnt! Bär ist teuer: ich hab mal was von 600 Kronen das kg gehört, das konsumiert wohl kein Jäger selbst, das Geschäft ist einfach zu gut. Es gibt aber noch ein paar andere Produkte, deren Preise sehr variabel sind, je nachdem, WER kauft ...
Glaub's mir oder nicht. So ist es, warum sollte ich Dich belügen?

Jagen und Sammeln!

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