Schweden als Kämpfer gegen Unrecht und Unterdrückung

Antworten
Benutzeravatar
torsten1
Beiträge: 571
Registriert: 7. September 2009 18:35
Wohnort: Bielefeld
Kontaktdaten:

Schweden als Kämpfer gegen Unrecht und Unterdrückung

Beitrag von torsten1 »

Schweden haben sich überall in der Welt gegen Unrecht und für Menschlichkeit eingesetzt. Ich könnte mehrere mehr oder weniger berühmte Beispiele nennen, aber vielleicht möchte ja auch ein anderer Teilnehmer mal über einen solchen Fall berichten. Heute entdeckte ich eine solche Geschichte, die ich so spannend fand, dass ich sie euch hier unbedingt weitergeben möchte:

http://einestages.spiegel.de/static/top ... babys.html" onclick="window.open(this.href);return false;
Leute mit Mut und Charakter sind den anderen Leuten immer sehr unheimlich. (Hermann Hesse)
Advertisement
Saga
Beiträge: 215
Registriert: 11. September 2009 20:56
Wohnort: Åland

Re: Schweden als Kämpfer gegen Unrecht und Unterdrückung

Beitrag von Saga »

...ich weiss auch was!!!!

Im 2.Weltkieg als Hitler auch bei Åland "vor der Tür stand" und es einnehmen wollte, rief die Åländische Bevölkerung um Hilfe beim grossen "Bruder" Finnland. Finnland gibt Åland ja nicht frei und so könnten sie ja "ihre" Bevölkerung wenigstens schützen.

...aber Finnland tackade nej, Åland solle sich selber helfen.

( ...das finde ich echt der Hammer)

ABER SChweden ( die ja auch die gefährliche Lage erkannt hatte) sagte von sich aus ,ohne das Åland gefragt hatte;

"Wenn Ihr wollt helfen wir Euch!!!!"

Schweden empfindet bestimmt genauso wie Åland das S+Å eigentlich zusammengehören.

eine finnlandmüde saga die ( wie wohl alle Åländer) sehnsüchtig darauf wartet das Finnland Åland endlich freigibt!!!
wenn du jemanden verurteilen willst.....
..................geh erst 5 Meilen in seinen Mokkassin seinen Weg......
.............................................................damit du ihn dann verstehen kannst..........

Altes Indianisches Sprichwort
Fjällkompis
Beiträge: 144
Registriert: 6. Dezember 2006 13:06
Wohnort: Västerbotten

Re: Schweden als Kämpfer gegen Unrecht und Unterdrückung

Beitrag von Fjällkompis »

Zwei Millionen deutsche Soldaten durften mit der schwedischen Eisenbahn an die Fronten nach Norwegen und Finnland fahren! Was Wehrmacht und Waffen-SS dort angerichtet haben, dürfte ja hinlänglich bekannt sein. Das wusste auch die schwedische Regierung. Der Stahl der Geschütze und Granaten, die ganz Europa in Schutt und Asche legten stammte aus Kiruna und Gällivare und in den Panzern der Wehrmacht drehten sich Kugellager aus Schweden. Auch Schweden haben sich freiwillig in die Totenkopfverbände gemeldet. Mit Zensurgesetzen wurde deutschlandkritische Berichterstattung in der schwedischen Presse weitgehend unterbunden usw. usw.... Kaum ein Land in Europa ist so jämmerlich vor den Nazis in die Knie gegangen wie Schweden - und kein Land hat auch nur annähernd so gut an diesem Krieg verdient. Nicht zuletzt: Der Aufbau des schwedischen Volksheims und der Wohlstand Schwedens sind - bis heute - eine direkte Folge des Zweiten Weltkriegs!
Grüße
kompisen
Da rief die Sonne: Meine Zeit ist vorüber ...
Da floh auch ich in mein festes Haus ...
Fjällkompis
Beiträge: 144
Registriert: 6. Dezember 2006 13:06
Wohnort: Västerbotten

Re: Schweden als Kämpfer gegen Unrecht und Unterdrückung

Beitrag von Fjällkompis »

Nachtrag: Das schwedische "Hilfsangebot" wurde in einem Vertrag zwischen Finnland und Schweden geregelt. Die Åländer selbst wurden überhaupt nicht gefragt. Es ist nicht ganz richtig, das als großherzigen schwedischen Beistand zu interpretieren. Dieser Vertrag wurde wieder aufgehoben, als Finnland an der Seite Deutschlands gegen die Sowjetunion in den Krieg gezogen ist. Als die Deutschen im Herbst 1944 eine Invasion der Inseln planten, war der Krieg im Grunde gelaufen, die (kriegsentscheidende) alliierte Invasion in der Normandie war längst geglückt und die Russen marschierten voller Zorn in Richtung Berlin. Die Åland-Invasion hat nicht stattgefunden, da sämtliche entscheidenden Aktivitäten der deutschen Marine in der Ostsee zu diesem Zeitpunkt gescheitert waren, zum Beispiel der Invasionsversuch auf Gogland, der von finnischen Truppen verhindert wurde! Schweden hat sich in der ganzen Zeit schön abgeduckt!

Und noch was anderes: Nach dem Krieg hat die schwedische Regierung Tausende baltische Kämpfer an die Sowjetuinon ausgeliefert, die vor den Sowjets nach Schweden geflüchtet waren. Ratet mal, was Stalin mit denen gemacht hat?

Es gab sicher auch in Schweden viele Aufrechte, die sich für Menschlichkeit und Frieden einegsetzt haben. Aber die gab es auch in Polen, Frankreich, den Niederlanden, Italien .... (diese Liste lässt sich mit allen von Deutschland besetzten Ländern fortsetzen)

Das Königreich Schweden hat hinsichtlich Humanität und Courage während des Krieges vollkommen versagt!

Grüße
Fjällkompis
Da rief die Sonne: Meine Zeit ist vorüber ...
Da floh auch ich in mein festes Haus ...
Benutzeravatar
torsten1
Beiträge: 571
Registriert: 7. September 2009 18:35
Wohnort: Bielefeld
Kontaktdaten:

Re: Schweden als Kämpfer gegen Unrecht und Unterdrückung

Beitrag von torsten1 »

"eine finnlandmüde saga die ( wie wohl alle Åländer) sehnsüchtig darauf wartet das Finnland Åland endlich freigibt!!!"

Ja, so denke ich auch. Die Finnen können sich ja zum Ausgleich Teile Kareliens von den Russen zurückgeben lassen. :pfeif:
Leute mit Mut und Charakter sind den anderen Leuten immer sehr unheimlich. (Hermann Hesse)
Benutzeravatar
Saga
Beiträge: 215
Registriert: 11. September 2009 20:56
Wohnort: Åland

Re: Schweden als Kämpfer gegen Unrecht und Unterdrückung

Beitrag von Saga »

Fjällkompis hat geschrieben:Nachtrag: Das schwedische "Hilfsangebot" wurde in einem Vertrag zwischen Finnland und Schweden geregelt. Die Åländer selbst wurden überhaupt nicht gefragt. Es ist nicht ganz richtig, das als großherzigen schwedischen Beistand zu interpretieren.
In meinem Sprachkurs haben wir eine Aufzeichnung von einem åländischen Zeitzeugen gehört. Und meine Lehrerin interpretierte uns Schülern noch mal die Aussagen des Zeitzeugen so wie ich es geschrieben habe.

Werde meine Lehrerin das nächste mal an dich verweisen.

Vielleicht kannst du mir auch aus erster Hand eine Erklärung geben, warum Finnland Åland nicht freigibt?

Gruss saga
wenn du jemanden verurteilen willst.....
..................geh erst 5 Meilen in seinen Mokkassin seinen Weg......
.............................................................damit du ihn dann verstehen kannst..........

Altes Indianisches Sprichwort
Benutzeravatar
torsten1
Beiträge: 571
Registriert: 7. September 2009 18:35
Wohnort: Bielefeld
Kontaktdaten:

Re: Schweden als Kämpfer gegen Unrecht und Unterdrückung

Beitrag von torsten1 »

Notwendige Antwort auf Fjällkompis, der u.a. schreibt:

"Zwei Millionen deutsche Soldaten durften mit der schwedischen Eisenbahn an die Fronten nach Norwegen und Finnland fahren! Was Wehrmacht und Waffen-SS dort angerichtet haben, dürfte ja hinlänglich bekannt sein."

Zu dieser undifferenzierten Ausssage könnte man einiges sagen, aber hier nur dies: Was haben denn die Deutschen in Finnland "angerichtet"? Und was wollten sie dort wohl? Dazu z.B. folgender Link:

http://de.wikipedia.org/wiki/Fortsetzungskrieg" onclick="window.open(this.href);return false;

"Auch Schweden haben sich freiwillig in die Totenkopfverbände gemeldet."

Ja, 262 sollen es gewesen sein, darunter mein Vater. Quelle: http://www.tobiashubinette.se" onclick="window.open(this.href);return false; (dort unter "svenska frivilliga ..."). Das war eine winzige Anzahl, verglichen mit den freiwilligen Norwegern, Dänen, Finnen, Niederländern, Flamen oder sogar Franzosen, von Ukrainern, Russen, Tartaren und Spaniern ganz zu schweigen. Es gab sogar eine spezielle französische SS-Division "Charlemagne". Deren Divisionsmarsch wurde übrigens anlässlich einer Militärmusikshow im Globen in Stockholm ohne Bedenken von der Königlich Norwegischen Garde aufgeführt. Denen war der politische Hintergrund schnuppe, sie haben es gespielt, weil ihnen die Musik gefiel. Und die ist so gesehen eigentlich ein Beispiel europäischer Integration, wenn auch unter ursprünglich abzulehnenden Vorzeichen. Das Stück hört sich typisch französisch an, aber mit typisch preußischen Elementen sehr geschickt kombiniert. Wir sehen wieder, wie klein die Welt sein kann. Für Interessierte, wenn es auch das eigentliche Thema nicht direkt berührt, hier mal das Original und die norwegische Adaptation im Vergleich:

http://www.youtube.com/watch?v=spEJFtuccfw" onclick="window.open(this.href);return false;
http://www.youtube.com/watch?gl=DE&hl=d ... re=related" onclick="window.open(this.href);return false;

"Kaum ein Land in Europa ist so jämmerlich vor den Nazis in die Knie gegangen wie Schweden"

Dieser Satz ist unsachlich und tendenziös. Wer sich auf die Schnelle einen Überblick über die Zusammenhänge der schwedischen Neutralität im 2. Weltkrieg verschaffen möchte, der lese etwa:

http://www.schwedenstube.de/beretskapstiden.php" onclick="window.open(this.href);return false;

sowie

http://www.winkelried.info/2009/10/31/s ... weltkrieg/" onclick="window.open(this.href);return false;

"Und noch was anderes: Nach dem Krieg hat die schwedische Regierung Tausende baltische Kämpfer an die Sowjetuinon ausgeliefert, die vor den Sowjets nach Schweden geflüchtet waren. Ratet mal, was Stalin mit denen gemacht hat?"

Aha, baltische Kämpfer also. Das ist das Schändliche an der schwedischen Handlungsweise? Das liest sich, als wenn deutsche Opfer nicht weiter erwähnenswert wären. Denn die Wahrheit sieht ja nun auch in diesem Fall etwas anders aus:

http://www.youtube.com/watch?v=D6r5W48G ... re=related" onclick="window.open(this.href);return false;
Zuletzt geändert von torsten1 am 14. Januar 2010 19:24, insgesamt 1-mal geändert.
Leute mit Mut und Charakter sind den anderen Leuten immer sehr unheimlich. (Hermann Hesse)
Benutzeravatar
torsten1
Beiträge: 571
Registriert: 7. September 2009 18:35
Wohnort: Bielefeld
Kontaktdaten:

Re: Schweden als Kämpfer gegen Unrecht und Unterdrückung

Beitrag von torsten1 »

"Vielleicht kannst du mir auch aus erster Hand eine Erklärung geben, warum Finnland Åland nicht freigibt?"

Vermutlich einfach, weil sie es haben. Warum sollten sie es freiwillig hergeben? Dann müssten sie einen Vorteil davon haben, etwa durch ein Tauschgeschäft. Sie könnten z.B. die ganzen finnischen Gastarbeiter von den Schweden zurück bekommen.
:twisted:
Leute mit Mut und Charakter sind den anderen Leuten immer sehr unheimlich. (Hermann Hesse)
Fjällkompis
Beiträge: 144
Registriert: 6. Dezember 2006 13:06
Wohnort: Västerbotten

Re: Schweden als Kämpfer gegen Unrecht und Unterdrückung

Beitrag von Fjällkompis »

Hallo torsten1, ich bemühe mich, meinen Standpunkt erneut zu vertreten. Punkt für Punkt:

***

"Zwei Millionen deutsche Soldaten durften mit der schwedischen Eisenbahn an die Fronten nach Norwegen und Finnland fahren! Was Wehrmacht und Waffen-SS dort angerichtet haben, dürfte ja hinlänglich bekannt sein."

Zu dieser undifferenzierten Ausssage könnte man einiges sagen, aber hier nur dies: Was haben denn die Deutschen in Finnland "angerichtet"? Und was wollten sie dort wohl? Dazu z.B. folgender Link:

- Diese Aussage ist alles andere als undiffernziert. Gemeint war in erster Linie Norwegen! Finnland hatte ich hier der Vollständigkeit halber erwähnt. Weil die Deutschen eben auch nach Finnland gefahren sind. Was sie dort gemacht haben, steht auf einem anderen Blatt. Im Gegensatz zu Dir blende ich eben die Fakten nicht aus, auch wenn sie nicht direkt in meine Argumentation passen. Als Wissenschaftler bin ich das so gewohnt. Tatsache ist: Schweden hat die deutschen Mörder ungehindert an die Stätten ihrer Verbrechen fahren lassen!

***

"Auch Schweden haben sich freiwillig in die Totenkopfverbände gemeldet."

Ja, 262 sollen es gewesen sein, darunter mein Vater. Quelle: http://www.tobiashubinette.se" onclick="window.open(this.href);return false; (dort unter "svenska frivilliga ..."). Das war eine winzige Anzahl, verglichen mit den freiwilligen Norwegern, Dänen, Finnen, Niederländern, Flamen oder sogar Franzosen, von Ukrainern, Russen, Tartaren und Spaniern ganz zu schweigen. Es gab sogar eine spezielle französische SS-Division "Charlemagne"...

- Auch das ist mir bekannt. So genau kannte ich die Zahl aber nicht. Ich wusste, dass es wenige waren. Ich habe ganz bewusst auch nicht auf die Zahl der Freiwilligen abgestellt, sondern darauf, dass sich Schweden mit dieser (und nicht nur mit dieser) Geschichte sehr schwer tut. Zum Beispiel im Geschichtsunterricht! Dort findet dieses Thema nämlich bis heute nicht statt. Es wird verschwiegen! 262 Totenköpfe (Zahl habe ich jetzt von Dir übernommen) sind nicht viel, aber es hat sie gegeben! Es ist eine historische Tatsache. Wir können doch nicht das Quiz spielen: Woher kamen die meisten Freiwilligen?

***

"Kaum ein Land in Europa ist so jämmerlich vor den Nazis in die Knie gegangen wie Schweden"

Dieser Satz ist unsachlich und tendenziös. Wer sich auf die Schnelle einen Überblick über die Zusammenhänge der schwedischen Neutralität im 2. Weltkrieg verschaffen möchte, der lese etwa:

- Es mag sein, dass die Deutlichkeit meiner Aussage verletzt. Eine These ist immer tendenziös. Meine Wortwahl war Absicht. An den Tatsachen ändert es im übrigen nichts. Es ist das Trauma der schwedischen Vergangenheitsbewältigung. Und viele Schweden, die sich die Mühe machen, sich mit dieser Geschichte zu beschäftigen, sehen es genau so!

***

"Und noch was anderes: Nach dem Krieg hat die schwedische Regierung Tausende baltische Kämpfer an die Sowjetuinon ausgeliefert, die vor den Sowjets nach Schweden geflüchtet waren. Ratet mal, was Stalin mit denen gemacht hat?"

Aha, baltische Kämpfer also. Das ist das Schändliche an der schwedischen Handlungsweise? Das liest sich, als wenn deutsche Opfer nicht weiter erwähnenswert wären. Denn die Wahrheit sieht ja nun auch in diesem Fall etwas anders aus:

- Genau das ist das Schändliche! Du rechnest Unrecht gegen Unrecht auf. Wenn das funktioniert, dann gab es in der gesamten Welteschichte nur ein einziges Verbrechen, nämlich das, das die Deutschen begangen haben (abgesehen davon, dass es sicherlich das größte in der Geschichte war). Eine Millionen tote Tutsi? 2 Millionen tote Kambodschaner? 8000 tote Bosnier in Srebrenica? 4000 Polen in Katyn? Macht nichts, 6 Millionen tote Juden waren viel schlimmer? Mit dieser Logik könnten wir die Geschichtsschreibung beenden, außerdem entehren wir damit das Andenken der Opfer und fügen ihnen erneut Unrecht zu. Es geht mir überhaupt nicht darum etwas zu relativieren, die deutsche Schuld ist absolut unbestritten.

Zurück zum Thema: Mein Thema war: Schweden im Zweiten Weltkrieg - und es ist eine Tatsache, dass die schwedische Regierung diese Soldaten (die wie Kriegsgefangene zu behandeln waren) an die Sowjetunion ausgeliefert hat, wohl wissend, dass die dort auf gar keinen Fall überleben werden. Und das war schändlich, so sehr, dass dieses Thema in der so konsensbewussten Gesellschaft über Jahrzehnte einfach ausgeblendet wurde, um dann dank der Bemühungen Einzelner sehr schmerzlich ins öffentliche Bewusstsein zu treten.

Nur für den Hintergrund: Ich habe lange ehrenamtlich in Betreuungsprojekten mit Holocaustüberlebenden gearbeitet. Ich brauche mir nicht vorwerfen zu lassen, dass ich "deutsche Opfer" (ich nehme an, Du meinst Opfer der Deutschen) für nicht erwähnenswert halte. Ich war in Auschwitz, in Lublin, in Buchenwald und noch ein paar anderen furchtbaren Orten. Ich maße mir an, mit so vielen Überlebenden gesprochen zu haben wie kaum jemand in meiner Generation (1968). Ich habe Opfer medizinischer KZ-Experimente getroffen und Menschen, die als Kleinkinder nach Auschwitz gekommen sind. Ich habe sehr viel und ausführlich mit diesen Menschen gesprochen, nicht nur an der Oberfläche und das hat mein Leben verändert. Ich brauche keine Belehrung über deutsche Schuld!

Ich lehne es ab, Ursache und Wirkung zu verwechseln und einem Schuldvorhalt mit einem noch schlagkräftigerem Schuldvorhalt zu erwidern. Ich glaube, wir haben einfach verschiedene Argumentationsstrategien. Also einfach mal mit der "Charlemagne" anzukommen, wenn es um Freiwillige geht, tsss - also das gehört zumindest nicht zu meinem historischen Instrumentarium!

Im Gedenken an alle Opfer!

Grüße an alle!

Fjällkompis

@saga
Ich fand es auf Åland eigentlich sehr schön. Die Menschen dort waren sehr freundlich. Ich wusste nicht, das die Åländer so sehr unter der finnischen Fremdherrschaft schmachten. Im Zweifelsfall hilft vielleicht die Emigration? (Sorry, das konnte ich mir jetzt nicht verkneifen).
Zuletzt geändert von Fjällkompis am 14. Januar 2010 22:52, insgesamt 2-mal geändert.
Da rief die Sonne: Meine Zeit ist vorüber ...
Da floh auch ich in mein festes Haus ...
Fjällkompis
Beiträge: 144
Registriert: 6. Dezember 2006 13:06
Wohnort: Västerbotten

Re: Schweden als Kämpfer gegen Unrecht und Unterdrückung

Beitrag von Fjällkompis »

@torsten1

"Sie könnten z.B. die ganzen finnischen Gastarbeiter von den Schweden zurück bekommen."

Ich gratuliere Dir zu dieser geistreichen, qualifizierten und untendenziösen Offenbarung Deines intellektuellen Horizontes!

Gute Nacht!
Da rief die Sonne: Meine Zeit ist vorüber ...
Da floh auch ich in mein festes Haus ...
Benutzeravatar
torsten1
Beiträge: 571
Registriert: 7. September 2009 18:35
Wohnort: Bielefeld
Kontaktdaten:

Re: Schweden als Kämpfer gegen Unrecht und Unterdrückung

Beitrag von torsten1 »

"Da rief die Sonne: Meine Zeit ist vorüber ...
Da floh auch ich in mein festes Haus ..."

Daran hast du gut getan! Aber ich hoffe sehr, dass du dich morgen wieder hervorwagen wirst, denn ich will dich mir noch vorknöpfen. Freu' dich schon mal! Ach ja, du schläfst ja schon und hast wahrscheinlich Albträume und böse Vorahnungen! Tja, so ist das, wenn man die Geister ruft. Guuute Nacht, versuch' einfach ein paar Stunden zu schlafen!
:sick:
Leute mit Mut und Charakter sind den anderen Leuten immer sehr unheimlich. (Hermann Hesse)
Brelinger
Beiträge: 101
Registriert: 12. November 2008 08:49
Wohnort: Jönköping

Re: Schweden als Kämpfer gegen Unrecht und Unterdrückung

Beitrag von Brelinger »

Suuuuuper, ich geh' schonmal Popcorn holen! :mrgreen:

(ah, jetzt wo ichs schreibe: süsses Popcorn vermiss ich hier oben.....)

Kurz "On-Topic": Die schwedische Geschichte unter dem 2. Weltkrieg ist nicht ruhmreich. Man hat die Fahne ganz schön in den Wind gehängt. Vor dem WK2 war man sogar selbst recht "herrisch" - danach steht die Sache allerdings auf anderen Beinen - die Schweden helfen schon viel..... aber "Kämpfer" gegen Unrecht.....ich weiss nicht.
Das Leben ist ein Match!
Fjällkompis
Beiträge: 144
Registriert: 6. Dezember 2006 13:06
Wohnort: Västerbotten

Re: Schweden als Kämpfer gegen Unrecht und Unterdrückung

Beitrag von Fjällkompis »

@torsten1

"Aber ich hoffe sehr, dass du dich morgen wieder hervorwagen wirst, denn ich will dich mir noch vorknöpfen. Freu' dich schon mal! Ach ja, du schläfst ja schon und hast wahrscheinlich Albträume und böse Vorahnungen! Tja, so ist das, wenn man die Geister ruft. Guuute Nacht, versuch' einfach ein paar Stunden zu schlafen!"

Diese Wortwahl hast Du ja wohl von Deinem SS-Vater geerbt? Der Apfel fällt bekanntermaßen nicht weit vom Stamm... Für sachliche und kontroverse Diskussionen bin ich immer zu haben, aber nach dieser Ankündigung sage ich mal: Mach Dir die Mühe nicht, ich werde es sowieso nicht lesen!
Übrigens: Ich habe ganz hervorragend geschlafen!

Ein schönes Wochenende an alle!
Da rief die Sonne: Meine Zeit ist vorüber ...
Da floh auch ich in mein festes Haus ...
Karsten
Site Admin
Beiträge: 14542
Registriert: 9. Juni 2008 00:52
Wohnort: Lübeck
Hat sich bedankt: 2 Mal
Danksagung erhalten: 56 Mal

Re: Schweden als Kämpfer gegen Unrecht und Unterdrückung

Beitrag von Karsten »

An fjällkompis und torsten1: Ich möchte Euch höflich darum bitten, freundlich und fair miteinander umzugehen.

Vielen Dank und liebe Grüße!
Fjällkompis
Beiträge: 144
Registriert: 6. Dezember 2006 13:06
Wohnort: Västerbotten

Re: Schweden als Kämpfer gegen Unrecht und Unterdrückung

Beitrag von Fjällkompis »

Hej Karsten, an mir soll es nicht liegen!

Grüße!
Da rief die Sonne: Meine Zeit ist vorüber ...
Da floh auch ich in mein festes Haus ...
Benutzeravatar
torsten1
Beiträge: 571
Registriert: 7. September 2009 18:35
Wohnort: Bielefeld
Kontaktdaten:

Re: Schweden als Kämpfer gegen Unrecht und Unterdrückung

Beitrag von torsten1 »

Doch, Fjällkompis, genau an dir liegt es, an niemand sonst! Du bist es, der hier ausfallend und beleidigend geworden bist, und das wiederholt. Ich werde mich noch zur Sache äußern, wenn ich dazu komme, allerdings rein sachlich. Übrigens, wenn ich mal eine "unsachliche" Bemerkung gemacht habe wie die mit den finnischen Gastarbeitern, dann war die erstens wohlweislich nicht an dich gerichtet und zweitens mit einem offensichtlichen Augenzwinkern versehen. Um das zu bemerken oder auch zu akzeptieren, braucht man Humor, und für den braucht man einen toleranten und freien Geist.

Als die humorlosesten Verlautbarungen sind mir immer wieder solche aufgefallen, die von einer radikalen, einseitigen und im Grunde fundamentalistischen Einstellung zeugen. Nicht nur solchen mit religiösen Hintergründen.
Leute mit Mut und Charakter sind den anderen Leuten immer sehr unheimlich. (Hermann Hesse)
Benutzeravatar
Saga
Beiträge: 215
Registriert: 11. September 2009 20:56
Wohnort: Åland

Re: Schweden als Kämpfer gegen Unrecht und Unterdrückung

Beitrag von Saga »

Fjällkompis hat geschrieben: @saga
Ich fand es auf Åland eigentlich sehr schön. Die Menschen dort waren sehr freundlich. Ich wusste nicht, das die Åländer so sehr unter der finnischen Fremdherrschaft schmachten. Im Zweifelsfall hilft vielleicht die Emigration? (Sorry, das konnte ich mir jetzt nicht verkneifen).
Tja, man kann halt nicht alles nachlesen.Es gibt Dinge die werden halt nur mündlich weitergegeben oder müssen im Alltag selbst erlebt werden. Natürlich sind die Åländer ein freundliches Volk.
Deine Ausdrucksweise verrät mir, das Du kein wirkliches Intresse hast zu verstehen sondern mit Deiner einseitig selbst vorgelegten Meinung leben willst

saga
wenn du jemanden verurteilen willst.....
..................geh erst 5 Meilen in seinen Mokkassin seinen Weg......
.............................................................damit du ihn dann verstehen kannst..........

Altes Indianisches Sprichwort
Poäng
Beiträge: 229
Registriert: 28. September 2009 18:22
Wohnort: Berlin

Re: Schweden als Kämpfer gegen Unrecht und Unterdrückung

Beitrag von Poäng »

Hallo alle beisammen ich finde es auf Åland schön und mir ist es egal ob es schwedisch oder finnisch ist.Ich bin in beiden Ländern gerne Sverige + Suomi.Gruss Poäng
Benutzeravatar
Saga
Beiträge: 215
Registriert: 11. September 2009 20:56
Wohnort: Åland

Re: Schweden als Kämpfer gegen Unrecht und Unterdrückung

Beitrag von Saga »

Poäng hat geschrieben:Hallo alle beisammen ich finde es auf Åland schön und mir ist es egal ob es schwedisch oder finnisch ist.Ich bin in beiden Ländern gerne Sverige + Suomi.Gruss Poäng
Die Meinung eines Touristen.....

saga
wenn du jemanden verurteilen willst.....
..................geh erst 5 Meilen in seinen Mokkassin seinen Weg......
.............................................................damit du ihn dann verstehen kannst..........

Altes Indianisches Sprichwort
Fjällkompis
Beiträge: 144
Registriert: 6. Dezember 2006 13:06
Wohnort: Västerbotten

Re: Schweden als Kämpfer gegen Unrecht und Unterdrückung

Beitrag von Fjällkompis »

Erklär es doch mal, wenn man es als Außenstehender nicht versteht und nur Bewohner der Inseln in diese geheimnissvolle oral history eingeweiht werden! Was ist es denn, was Dich als Bewohnerin Ålands so "finnlandmüde" macht? Wie äußert es sich im Alltag, dass die Inseln zu Finnland gehören? Was ist so schlimm/bedrückend/ermüdend? Ich meine es ernst: Erklärs doch mal! Poäng und ich waren in der Tat als ahnungslose Touristen dort und haben es eben nicht wahrgenommen, dass es einen offenbar großen Nachteil darstellt, in einem zwar relativ autonomen Gebiet zu leben, dass aber formell zum Staat Finnland gehört. Lass uns an Deinen Erfahrungen teilhaben, zumindest so weit, dass wir verstehen, worum es geht! Wenn ich das richtig sehe, stammst Du aus Deutschland, Du kannst also keine über Generationen weitergegebenen Vorbehalte gegen Finnland haben. Also muss es sich ja auch für einen Einwanderer irendwie spürbar äußern, dass man unter finnischer Verwaltung lebt. Ich würde es gerne wissen, wenn man es schon nirgendwo nachlesen kann. Ich meine das ganz ehrlich! Danke und Grüße!
Fjällkompis
Da rief die Sonne: Meine Zeit ist vorüber ...
Da floh auch ich in mein festes Haus ...
Fjällkompis
Beiträge: 144
Registriert: 6. Dezember 2006 13:06
Wohnort: Västerbotten

Re: Schweden als Kämpfer gegen Unrecht und Unterdrückung

Beitrag von Fjällkompis »

@torsten1

"Als die humorlosesten Verlautbarungen sind mir immer wieder solche aufgefallen, die von einer radikalen, einseitigen und im Grunde fundamentalistischen Einstellung zeugen. Nicht nur solchen mit religiösen Hintergründen."

Also dass es um Humor geht, das hättest Du ruhig früher sagen können!

Ansonsten: Tolerante Grüße ins Holzhaus nach Bielefeld!

:doppelwink:
Da rief die Sonne: Meine Zeit ist vorüber ...
Da floh auch ich in mein festes Haus ...
Benutzeravatar
torsten1
Beiträge: 571
Registriert: 7. September 2009 18:35
Wohnort: Bielefeld
Kontaktdaten:

Re: Schweden als Kämpfer gegen Unrecht und Unterdrückung

Beitrag von torsten1 »

Na, ich war zwar auch schon auf den Ålandinseln, aber nur wenige Stunden. Da kann ich keine eigene Anschauung haben. Aber die Situation erinnert natürlich an ähnliche Konfigurationen, z.B. Südtirol, Malmedy-Eupen, Nordirland, vielleicht auch an die Russen auf der Krim (Ukraine). Man hat sich auch in Südtirol nach erfolglosem Freiheitskampf mit der italienischen Fremdherrschaft engagiert. Woanders, z.B. im Baskenland, brodelt es noch erheblich.

Und wenn ich mich richtig erinnere, waren die Einwohner der Ålandinseln auch nicht gefragt worden, als man sie in den finnischen Staat eingliederte. Wo das Problem liegt? Ja z.B. in der Tatsache, dass man von einer fremdsprachigen und damit kulturell unterschiedlichen Institution bestimmt wird. Selbst bei weitgehender Autonomie. Es ist ja auch kein rein rationales Phänomen, sondern hat etwas mit der eigenen Identität und den damit zusammenhängenden Gefühlen zu tun. Man möchte bei sich sein, sich zu Hause fühlen, eben zum schwedischen folkhemmet gehören. Man möchte sozusagen "heim" ins schwedische Königreich, um nun auch die politische Dimension anzusprechen. Und solange wir keinen einheitlichen europäischen Staat haben, mit kulturell autonomen Regionen, solange werden sich diese Dinge auch nicht ändern, nicht im Kosovo, nicht in Flandern und Wallonien, nicht einmal in Wales oder Schottland. Wie kommen eigentlich die Schweizer miteinander aus? Die scheinen das zu schaffen.

Dies sind nur meine Vermutungen, so erkläre ich es mir. Andere mögen anders denken oder eben lieber unbequeme Dinge verdrängen.
Leute mit Mut und Charakter sind den anderen Leuten immer sehr unheimlich. (Hermann Hesse)
Fjällkompis
Beiträge: 144
Registriert: 6. Dezember 2006 13:06
Wohnort: Västerbotten

Re: Schweden als Kämpfer gegen Unrecht und Unterdrückung

Beitrag von Fjällkompis »

Das verstehe ich schon und das ist auch plausibel, aber das könnte doch Einwanderern wie saga eigentlich egal sein. Was - und die Antwort hätte ich gerne von saga oder jemandem, der aus Deutschland auf die Inseln ausgewandert ist - ist im Alltag für sie so schlimm an der finnischen Staatszugehörigkeit? Warum wird man da sogar als Einwanderer "finnlandmüde". Ich sitze hier in Lappland und habe mit der Autorität des schwedischen Staates nur selten zu tun. Mir als Deutschem wäre es völlig egal, ob ich - sagen wir mal - norwegisch hätte lernen und von den Norwegern regiert würde (die sind hier am nächsten dran...). Also da würde ich vermutlich kaum - und schon gar keine schmerzlichen - Unterschiede wahrnehmen - mal abgesehen davon, dass die norwegische Kronprinzessin natürlich viel hübscher ist als die schwedische ...

Wartet auf Aufklärung:

kompisen
Da rief die Sonne: Meine Zeit ist vorüber ...
Da floh auch ich in mein festes Haus ...
Benutzeravatar
torsten1
Beiträge: 571
Registriert: 7. September 2009 18:35
Wohnort: Bielefeld
Kontaktdaten:

Re: Schweden als Kämpfer gegen Unrecht und Unterdrückung

Beitrag von torsten1 »

Warum sollte den Einwanderern alles egal sein? Wenn sie sich weitgehend in ihre neue Umgebung integriert haben, dann übernehmen sie doch auch die Befindlichkeiten dieser Umgebung.

Das kann wohl nur der nicht verstehen, der sich prinzipiell keiner Gemeinschaft zugehörig fühlen will, sondern sein Dasein als eine Art Dienstleistungsvertrag mit der Gesellschaft versteht. Bei dem es für jeden Vertragspartner darauf ankommt, für sich selbst so viel wie möglich herauszuholen. Das genau ist nämlich der Inhalt des heute verbreiteten Anspruchsdenkens. Alles für mich, und ich habe außer meiner Eigenliebe vielleicht noch Gefühle für die Natur (als ästhetisches Erlebnis, also wieder eine Art Konsum, aber nicht als Selbstwert), auch für den, tja, "Lebensabschnittspartner" (Nomen est Omen) und den eigenen Nachwuchs (klar, der ist ja auch Kleinich). Aber eine Identifikation mit der Gesellschaft findet nur in Verlautbarungen statt, nicht im Herzen.

Ja, so etwas wie eine alte, gewachsene Kultur mit eigener Sprache (Wieso nicht weltweit englisch sprechen, die Popkultur haben wir doch schon alle von dort), eigenen Traditionen (Volksmusik ist potentiell nationalistisch oder wie) und eigenen Lebensweisen ist solchen Menschen unangenehm, da sie eine gewisse Regelhaftigkeit und Verbindlichkeit aufweist. So, jetzt aber!
Leute mit Mut und Charakter sind den anderen Leuten immer sehr unheimlich. (Hermann Hesse)
Fjällkompis
Beiträge: 144
Registriert: 6. Dezember 2006 13:06
Wohnort: Västerbotten

Re: Schweden als Kämpfer gegen Unrecht und Unterdrückung

Beitrag von Fjällkompis »

Es hat einfach keinen Sinn...
Schönes Leben noch!
Da rief die Sonne: Meine Zeit ist vorüber ...
Da floh auch ich in mein festes Haus ...
Benutzeravatar
Saga
Beiträge: 215
Registriert: 11. September 2009 20:56
Wohnort: Åland

Re: Schweden als Kämpfer gegen Unrecht und Unterdrückung

Beitrag von Saga »

torsten1 hat geschrieben:
Und wenn ich mich richtig erinnere, waren die Einwohner der Ålandinseln auch nicht gefragt worden, als man sie in den finnischen Staat eingliederte. Wo das Problem liegt? Ja z.B. in der Tatsache, dass man von einer fremdsprachigen und damit kulturell unterschiedlichen Institution bestimmt wird. Selbst bei weitgehender Autonomie.
Stimmt genau!!!

Finnland hält sich nicht an der Verflichtung, da es ein 2 sprachiges Land ist, auch der schwedischen Sprache den selben Stellenwert zu geben.
Das zB. auch alles schwedisch deklariert sein muss.( ich weiss oft nicht was ich mir genau in den Warenkorb reinlege,)
Viele Prospekte mit Angeboten auf finnisch
Wenn ich ein Handyvertrag unterschreiben will,ist alles auf finnisch.Ich weiss nicht was ich eigentlich unterschreibe( die könnten mir am nächsten Tag genauso eine Waschmaschine vor die Tür stellen)
Ich kann kein Intenetbanking machen, weil alle Seiten auf finnisch sind.
Visa...alles auf finnisch.
Wird man in Helsinki operiert werden dir alle Testergebnisse und OP-Berichte auf finnisch geschickt obwohl die genau wissen das du kein finnisch kannst.Und dann find mal jemanden der dir sowas übersetzen soll
Rassismus ist auch ein Thema....wenn man gezwungen ist aus Krankheitsgründen nach Helsinki zu reisen habe ich schon die absonderlichsten Erfahrungen gemacht mit Taxifahrern nur weil ich schwedisch spreche.Genauso mit diversen Krankenschwestern.
usw. es ist einfach lästig.wenn man ständig mit einer dir unbekannten Sprache konfrontiert wird
Finnische Sprache hat bekanntlich nichts gemein mit der schwedischen Sprache...wie sollte mir da dann das egal sein das Finnland sich so überstülpt?
es passt einfach nicht....

Ich schreibe dir diese Antwort, da ich das Gefühl habe das meine Worte bei Dir besser aufgehoben sind wie bei fjällkompis....besser verstanden werden.....und nicht runterrelativiert werden, nur damit sie wieder in die eigene selbst vorgefasste Meinung reinpassen


saga
wenn du jemanden verurteilen willst.....
..................geh erst 5 Meilen in seinen Mokkassin seinen Weg......
.............................................................damit du ihn dann verstehen kannst..........

Altes Indianisches Sprichwort
Benutzeravatar
torsten1
Beiträge: 571
Registriert: 7. September 2009 18:35
Wohnort: Bielefeld
Kontaktdaten:

Re: Schweden als Kämpfer gegen Unrecht und Unterdrückung

Beitrag von torsten1 »

Wen es interessiert, ich habe gerade einen recht umfangreichen Beitrag über das soziokulturelle Verhältnis zwischen Finnen und Schweden bzw. finnisch und schwedisch innerhalb Finnlands gefunden. Da wird manches klarer:

http://www.linguistik-online.de/3_00/saari.html" onclick="window.open(this.href);return false;

Åland ist dennoch ein besonderer Fall, der in dem Beitrag nur am Rande vorkommt.
Leute mit Mut und Charakter sind den anderen Leuten immer sehr unheimlich. (Hermann Hesse)
Benutzeravatar
torsten1
Beiträge: 571
Registriert: 7. September 2009 18:35
Wohnort: Bielefeld
Kontaktdaten:

Re: Schweden als Kämpfer gegen Unrecht und Unterdrückung

Beitrag von torsten1 »

@Saga: Uih, so schlimm hatte ich es mir gar nicht vorgestellt! Die von dir geschilderten finnischen Kolonisationsversuche finde ich recht übel!

Jetzt noch etwas länger für alle: Ja, Schweden und Finnen hatten selten wirklich etwas miteinander am Hut. Allerdings schlagen sie sich nicht gleich gegenseitig die Schädel ein, alles läuft ziviler ab als in anderen Teilen der Welt. Na gut, in Schweden stehen finnische Gastarbeiter in dem Ruf, zu saufen und dann schnell mit dem Messer zur Hand zu sein. Wahrscheinlich werden da wie üblich Einzelfälle verallgemeinert.

Andererseits müssen die Finnen den Ruf, Messerstecher zu sein, schon länger genießen. Denn ein ehemaliger (ehemalig, weil er sich zu sehr für meine Mutter interessiert hatte) Freund meines Vaters (später auch zur Waffen-SS), der mit den nordschwedischen Skijägern im finnischen Winterkrieg gegen die Russen gekämpft hatte, erzählte mir mal, was finnische Kameraden so drauf hatten. Nämlich im Nahkampf in den dichten Wäldern russischen Soldaten mit dem scharfen Finnenmesser kreuz und quer Furchen durch das Gesicht zu ziehen. Reizend! Dieser Mensch, der mir das erzählte, schien das Ganze aber eher zu bewundern.

Die Finnen entsprechen nach dieser Vorstellung ziemlich genau dem Klischee des wildgrausamen Asiaten im Unterschied zum hart, aber fair kämpfenden edlen Germanen. Das ist genau auch das Klischee vom Unterschied zwischen dem deutschen Frontsoldaten, der die Genfer Konvention beachtet, und dem russischen (inklusive aller türkischstämmigen und mongolischen sowjetischen Völkerschaften) Untermenschen, der deutsche Frauen missbraucht und auf Wasserhähne schießt, weil er sie für Geheimwaffen hält. Leider ist genau das am Ende des letzten Krieges passiert, und zwar tatsächlich hauptsächlich durch Soldaten aus den weiten asiatischen Steppen, die von den Sowjets als Kanonenfutter zu Abertausenden im deutschen Abwehrfeuer verbraten worden sind. Nachdem man diese armen, ungebildeten Schafhirten entsprechend desinformiert und aufgehetzt hatte. Also war wieder die Unmenschlichkeit dieses Menschentypus "bewiesen". Dass aber z.B. die Wikinger u.a. vom Verkauf von Sklaven lebten, wusste unser Freund sehr wohl, aber darüber hat er nie ein Wort verloren.

Später erfuhr ich übrigens von ihm, dass sein Vater finnischer Abstammung gewesen sei (und Sozialdemokrat!). Er gehörte zu der finnischen Minderheit, die ein russischer Zar mal in der Gegend um Norrtälje angesiedelt hatte. Außerdem erzählte er stolz, dass die Gegend um Moskau überwiegend von Finnischstämmigen besiedelt sei. Mit anderen Worten, er war doch gar kein richtiger Germane, wollte aber einer sein, als er in die SS eintrat. Er hasste alles Kommunistische, Russische und Asiatische (was ziemlich gleichgesetzt wird), möglicherweise hasste er sich selbst, aber er erzählte mir (Er war ein belesener, begnadeter und auch interessanter Erzähler) bewundernd von grausamen, aber notwendigen Taten mongolischer Herrscher oder davon, dass er im 2. Weltkrieg einen kriegsgefangenen sowjetischen Offizier, und zwar einen Kalmücken, kennengelernt hatte, der sehr bewandert in Philosophie gewesen sei und mit dem er Schach gespielt und verloren hätte.

Als ich den Mann als alten Freund der Familie wenige Jahre vor seinem Tode mit Frau und erster Tochter besuchte, betrachtete er unsere Julia eine Weile und meinte dann schlicht: "Das ist ein wertvolles Kind." Über den Typen und seine Nachkriegverbindungen zu hohen Militärs aus mehreren Ländern (die treffen sich nämlich regelmäßig im Rahmen eines Netzwerkes, und er schien da immerhin eine gewisse Rolle gespielt zu haben) könnte ich noch Verschiedenes berichten, aber das führte zu weit.

Schweden und Finnen jedenfalls haben gegen gemeinsame Feinde, und das waren normalerweise die Russen, immer wie Pech und Schwefel zusammen gehalten. Beide Völker haben anscheinend ein ausgeprägtes Russentrauma bzw. eine starke Russophobie. Das klingt manchmal in Krimis der Kommisar Beck Serie an. Aber als ich im Dezember 2008 an einem Workshop des schwedischen Hausherstellers Eksjöhus und seiner deutschen Importeure teilnahm, setzte ich mich zum Frühstück mit einem älteren Ingenieur der Firma zusammen an einen Tisch. Irgendwie machte ich eine Bemerkung über die aktuelle russsische Politik, und der Kollege schnitt mir fast barsch das Wort ab und erklärte kategorisch: "Die Russen waren immer unsere Feinde!" Leider war das Frühstück da gerade zu Ende, denn ich brannte eigentlich darauf, das Gespräch genau an dieser Stelle fortzusetzen. So blieb bei mir ein dickes Fragezeichen zurück. Aber ich werde den Mann irgendwann wiedersehen. Theoretisch könnte ich ihn auch per E-Mail fragen, aber wer macht so etwas schon. Wir tauschen nur immer Grundrisse und bautechnische Details aus. Das scheint eher das Leben zu sein.
Leute mit Mut und Charakter sind den anderen Leuten immer sehr unheimlich. (Hermann Hesse)
Fjällkompis
Beiträge: 144
Registriert: 6. Dezember 2006 13:06
Wohnort: Västerbotten

Re: Schweden als Kämpfer gegen Unrecht und Unterdrückung

Beitrag von Fjällkompis »

Danke saga, genau das wollte ich wissen!
Grüße und Kiitoksia kauhean paljon!
:pfeif:
Da rief die Sonne: Meine Zeit ist vorüber ...
Da floh auch ich in mein festes Haus ...
Benutzeravatar
Saga
Beiträge: 215
Registriert: 11. September 2009 20:56
Wohnort: Åland

Re: Schweden als Kämpfer gegen Unrecht und Unterdrückung

Beitrag von Saga »

torsten1 hat geschrieben: in Schweden stehen finnische Gastarbeiter in dem Ruf, zu saufen und dann schnell mit dem Messer zur Hand zu sein. Wahrscheinlich werden da wie üblich Einzelfälle verallgemeinert. .
Ich war in meinem Leben noch nie von so vielen gewaltbereiten Männern umgeben wie hier auf Åland. Auch wusste ich nicht das man sooooviel Alkohol überlebt wie die wegtrinken.( meist Finnen)
Meine direkte Nachbarin ist in der ersten Woche wo ich hier in die Komune Sund gezogen bin von ihrem Sambo so zusammengeschlagen worden das die Zähne flogen, das Blut bis an die Decke spritzte und mehrere Wochen Krankenhausaufenthalt folgten. Ich kenne persöhnlich mehrere Frauen die schwer körperlich und mental geschädigt bleiben weil sie von ihren Männern( Finnen) verprügelt worden sind. Eine Mutter wurde so misshandelt das sie mit 35 jahren vom Hals ab gelähmt ist und ihre 4 Kinder in verschiedene Familien verteilt worden sind..Eine Studie in Finnland deckte auf das jede Woche eine Frau von ihrem Mann umgebracht wird...von den anderen die diese Ûbergriffe überleben ganz zu schweigen...
Finnen kann ich persönlich nur in schwarz-weiss sehen. Die die ich absolut nicht ausstehen kann und die die ich absolut bewunder und mich in deren Gesellschaft sehr wohl fühle.
Ein dazwischen oder neutral bekomme ich kaum hin....

dafür habe ich die meisten Åländer sehr gerne( auch wenn ich nicht immer verstehe wie die so eigentlich "ticken")
wenn du jemanden verurteilen willst.....
..................geh erst 5 Meilen in seinen Mokkassin seinen Weg......
.............................................................damit du ihn dann verstehen kannst..........

Altes Indianisches Sprichwort
Stockholmsbo
Beiträge: 62
Registriert: 9. Juni 2008 14:27
Wohnort: söder om Stockholm

Re: Schweden als Kämpfer gegen Unrecht und Unterdrückung

Beitrag von Stockholmsbo »

Hej an die Diskutierenden,

ich muss sagen, dass ich die Diskussion ausserordentlich interessant finde, von den Schlägen unter die Gürtellinie mal abgesehen. ;)

Solche interessanten Sachen liest man selten hier.
Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast