Schweden wartet auf H1N1-Welle

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Karsten
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Schweden wartet auf H1N1-Welle

Beitrag von Karsten »

Während die Schweinegrippe in den südlicheren Teilen Europas abklingt, bereitet sich Schweden weiter auf einen größeren Ausbruch der Krankheit vor. Das Seuchenschutzinstitut erwartet für die nächste Zeit ein deutliches Ansteigen von Erkrankungsfällen in Skandinavien. Erfahrungen aus Neuseeland deuteten zudem darauf hin, dass die Schweinegrippe etwas früher einsetzt als andere Grippewellen, erklärte ein Mitarbeiter der Behörde. Das H1N1-Virus habe sich jedoch - soweit bekannt - nicht verändert und sei nicht aggressiver geworden.

(Quelle: Radio Schweden)
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Karsten
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Weder Sondermittel noch Prioritäten

Beitrag von Karsten »

Der schwedische Staat stellt keine Sondermittel für die geplanten Massenimpfungen gegen die Schweinegrippe bereit. Das teilte das Gesundheitsministerium mit. Obwohl die Reihenimpfungen der ganzen Bevölkerung ein Beschluss ist, der auf Regierungsebene für ganz Schweden gefällt wurde, müssen die für die Gesundheitsversorgung zuständigen Provinziallandtage die Kosten aufbringen.

In Stockholm, der mit 1,9 Millionen Einwohnern größten Provinz, erwägt die Provinzialverwaltung die Erhebung einer Gebühr.
Zwei Impfdosen für jeden Einwohner sind bestellt und werden Ende September geliefert. Wie die Sozialbehörde am Freitag mitteilte, werden aus Gründen der Vereinfachung lediglich Mitarbeiter des Gesundheitswesens sowie Schwerkranke mit Vorrang geimpft. "Je mehr Zeit für Prioritätensetzung aufgewandt wird, desto langsamer kommt man beim Impfen an sich voran. Und das Wichtigste ist nach unserem Wissenstand, so schnell wie möglich umfassend zu Impfen", so Anders Tegnell, Leiter der Abteilung Seuchenschutz bei der Sozialbehörde.

(Quelle: Radio Schweden)
Karsten
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Pandemie-Vorbereitungen unzureichend

Beitrag von Karsten »

Die Vorbereitungen auf eine möglicherweise bevorstehende Pandemie sind nach wie vor unzureichend. Zu diesem Ergebnis kommt die Behörde für Schutz und Bereitschaft, die unter anderem die Planung von Behörden, Polizei und Gesundheitswesen analysiert hat. Auch bei gesellschaftlich wichtigen Privatunternehmen, wie etwa Energieversorgern, fand die Behörde Mängel in der Planung für die Schweinegrippe-Pandemie.

Geplant werden müssen Maßnahmen, um gesellschaftlich notwendige Funktionen auch bei einem Krankenstand von bis zu 50 Prozent der Mitarbeiter aufrecht zu erhalten. Dazu sind unter anderem Prioritätenlisten zu erstellen und möglicherweise Fortbildungsmaßnahmen für Mitarbeiter aus anderen Bereichen notwendig. Die Bereitschaftsbehörde hat den Betroffenen eine Frist bis zum 1. September gesetzt.

(Quelle: Radio Schweden)
nightbow
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Re: Schweden wartet auf H1N1-Welle

Beitrag von nightbow »

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üffy
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Re: Schweden wartet auf H1N1-Welle

Beitrag von üffy »

Es ist ja noch nicht mal sicher ob der Impfstoff wirklich Ende September auf den Markt kommt.
Eine ausreichende Testung dieses Impfstoffes ist so wieso nicht gegeben nach nur 5 Monaten Anfertigung. Bisher getestete PErsonen liegen eh im Alter zwischen 18 und 59 Jahren.
Keiner weiß also wie es die Jüngeren oder die Älteren vertragen. Die Welt hat die Vogelgrippe überlebt also werden sie auch das Überleben. Ich arbeite im medizinischen Bereich und bei mir auf Arbeit läßt sich keiner dagegen Impfen. Das Risiko ist uns zu groß, das der Impfstoff nicht ausreichend getestet wurde.
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nightbow
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Re: Schweden wartet auf H1N1-Welle

Beitrag von nightbow »

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strillo
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Re: Schweden wartet auf H1N1-Welle

Beitrag von strillo »

Im Durchschnitt sterben in Deutschland 5000 bis 8000 Menschen pro Jahr an der Grippe. Man weiß nicht wieviele von denen gegen Grippe geimpft waren, aber für mich belegt diese Zahl das die ganze Aufregung um die Impfung gegen Schweinegrippe völlig überzogen ist.
Ich werde mich nicht impfen lassen. Außerdem wurde den Pharmakonzernen in Deutschland viel zu viel Freiraum bei der Zulassung der Impfstoffe gelassen. Nur um möglichst schnell einen Impfstoff präsentieren zu können. Ich hab einen Artikel gelesen in dem man befürchtet das 1% der geimpften Personen mit Komplikationen bzw. Impfschäden rechnen muß. Das wären bei 20 Mio Menschen (ein viertel der Bevölkerung) immerhin 200000.
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Re: Schweden wartet auf H1N1-Welle

Beitrag von üffy »

Schweden hat ja für jeden Einwohner Impftsoffe. In D ist es so das nur 25 Millionen geimpft werden können. Da die Impfung 2x durch geführt werden muß innerhalb von 2 Wochen.
Wie schon gesagt läßt sich keiner von uns in der Praxis impfen, weil wir es auch für übertrieben halten den Hype auf das Virus. Wir hatten bis jetzt nach Ferienende nur 2 Verdachtsfälle. Gut 1 hat sich bestätigt, aber ich finde das immerhin noch wenig. Wenn die Grippe richtig kommt dann kommt sie halt.
Es wird in D zu viel Panik gemacht. Selbst in Spanien wo es ja z.Zt. sehr stark verbreitet ist ist es in den Zeitungen und Nachrichten immer nur ein kleiner Bericht. Bei uns füllt dieses Virus ja seit Beginn fast jeden Tag 2-3 Seiten in einer Zeitung.
Aber was machen wir Deutschen wenn wir mal nicht in Panik ausbrechen???? :pfeif:
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nightbow
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Re: Schweden wartet auf H1N1-Welle

Beitrag von nightbow »

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Karsten
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Skepsis gegen Schweinegrippe-Impfung

Beitrag von Karsten »

Angesichts der für den Herbst geplanten Massenimpfungen gegen die so genannte Schweinegrippe haben sich in Schweden kritische Stimmen gegen die Impfung gehäuft. So wird in Blogs behauptet, der Impfstoff enthalte gefährliche Inhalte, die ihrerseits zur Erkrankung von Tausenden Menschen führen könnten. Das Institut für Seuchenschutz warnte jetzt davor, die Kritik zu nehmen.

"Das Internet ist phantastisch, weil man mit seiner Hilfe enorm viel Informationen erhalten kann", sagte Mia Brytting, leitende Mikrobiologin am Institut für Seuchenschutz. "Das Problem ist aber, dass vieles davon falsch ist." Falsch sei auch die Behauptung von der Gefährlichkeit des Impfstoffes. Zwar seien die Tests noch nicht gänzlich abgeschlossen, aber die Nebenwirkungen würden gering sein.

Nach Angaben der Arzneimittel-Zulassungsbehörde müssen sich 80-90 Prozent der Bevölkerung impfen lassen, damit die Massenimpfung Wirkung zeigt. Wenn zu wenige Menschen die Möglichkeit nutzten, werde dies weit reichende Konsequenzen haben, sagte Mita Brytting. Im Fall der so genannten Schweinegrippe würden sehr viele Menschen gleichzeitig erkranken. Wichtige gesellschaftliche Funktionen könnten dann möglicherweise nicht mehr aufrecht erhalten werden.

(Quelle: Radio Schweden)
Gast

Re: Schweden wartet auf H1N1-Welle

Beitrag von Gast »

Yves Delatte P.O. Box 21, FIN-20321 Turku
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E-Mail: biolatte@kolumbus.fi http://www.biolatte.com" onclick="window.open(this.href);return false;
http://www.biolatte.ee" onclick="window.open(this.href);return false;

Offener Brief an Frau Paula Risikko, Ministerin für Gesundheit von Finnland, Helsinki

H1N1 Virus: Eine wohl konzentrierte globale Hysterie

Sehr geehrte Frau Ministerin,

es ist wohl bekannt, dass in den meisten Mitgliedsländer der WHO leistungsfähige Pharmazieunternehmen tätig sind und hier besteht offensichtlich ein Interessenkonflikt im Management der so genannten H1N1 Epidemie. In Zeiten einer globalen Rezession ist da ein Extragewinn sehr willkommen.

Wenn sich eine Epidemie global ausbreitet, dann sollte meines Erachtens nach aus wissenschaftlicher Sicht der kleinste gemeinsame Nenner für diese Verbreitung definiert werden. Dies sind: Infizierten Personen, im Regelfall junge Reisende, Touristen und natürlich Schulkinder auf ihrer jährlichen Urlaubsreise. Wenn ein Virus immer zur gleichen Zeit und immer an verschiedenen Orten auftritt, dann kann die Infizierung nur durch einen Erreger erfolgen, der induziert bzw. erworben wurde. Aus nahe liegenden Gründen war vermutlich vorher der weltweit in der Sommerzeit am meisten verkaufte Impfstoff der Impfstoff gegen den Hepatitis Virus.

Wenn ein Impfstoff durch wachsende Zellkulturen aus Vogeleiern gewonnen wird, dann ist es notwendig aufzuklären, welche Auswirkungen dieses hat und die Vogelkomponenten des viralen Genoms sind sicher zu isolieren. Geschieht dies nicht, dann ist um so mehr zu vermuten, dass sich Nebenwirkungen des Impfstoffes weltweit ausbreiten werden. Dieser Aspekt der Krankheit ist weder wissenschaftlich untersucht, noch gibt es entsprechende wissenschaftliche Studien darüber. Diese Frage wird aber nicht berücksichtig, obwohl dies eine der Pflichten der WHO ist.

Es ist weiterhin beunruhigend zu sehen, dass das Medikament Tamiflu gegenüber der Vogelgrippe wirkungslos war, Plötzlich wird es von denselben globalen Gesundheitsbehörden zum Mittel gegen H1N1 deklariert, bevor das Virus hinreichend von Virologen untersucht wurde.

Noch mehr Angst einjagend ist die globale Manipulation und die Steigerung der Angst und Hysterie unter der Bevölkerung und dies ist ein sehr effektives Marketing um den Verkauf des kommenden Impfstoffes zu erhöhen. Einem Impfstoff, der nur die Nebenwirkungen eines anderen Impfstoffes beseitigt. Dies ist als allgemeine Praxis bekannt. Immer dann, wenn die Erprobungszeit für einen Impfstoff gering ist (weniger als 90 Tage), ist es nicht möglich, diesen Impfstoff ausreichend auf Nebenwirkungen zu untersuchen. Dies gibt keine Sicherheit. Wir wissen Alle, dass mehrere Jahre benötigt werden, um die Nebenwirkungen ausreichend zu untersuchen. Ein Impfstoff muss weiterhin hinreichend an Probanden getestet werden. Derzeit sind die vorliegenden Ergebnisse zu gering, um ein sicheres Ergebnis zu gewährleisten.

Die Erprobung eines solchen neuen Impfstoffes an Kindern oder Säuglingen steht in Widerspruch mit der Nürnberger Konvention von 1948, die Finnland unterzeichnet hat. In ihr ist definiert: Es dürfen nur die Medikamente in Umlauf gebracht werden, die die volle Akzeptanz des Patienten haben und bei der alle Nebenwirkungen ausreichend untersucht wurden. D.h. die Tests sind illegal und brechen internationales Recht.

Im Interesse des wissenschaftlichen Fortschritts ist es empfehlenswert, dass die finnische Regierung und die finnischen Gesundheitsbehörden zuerst ausreichende Tests des Impfstoffes verlangen. Da Sie wesentlich mehr reisen als die betroffenen unschuldigen Kinder, ist es ein Akt des Mutes in einer zivilisierten Gesellschaft, dass Sie zuerst von den Impfungen Gebrauch machen. Denn Sie gehören eher zu der Risikogruppe, die infiziert werden kann.

Hochachtungsvoll

Yves Delatte
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Re: Skepsis gegen Schweinegrippe-Impfung

Beitrag von nightbow »

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Waldkauz
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Re: Schweden wartet auf H1N1-Welle

Beitrag von Waldkauz »

Ich denke auch, daß das Alles nur Panikmache ist. Der Brief von Biolatte regt zum Nachdenken an. Diese Überlegung vielleicht auch. Vor Jahren wurde uns die Vogelgrippe mit dem Argument schmackhaft gemacht, daß Vögel aus Asien den Virus nach Europa gebracht haben und deshalb hier Alle geimpft werden sollen. Übrigens mit genau dem Tamiflu, welches jetzt plötzlich gegen die Schweinegrippe hilft???

Der Vogelzug geht aber seit tausenden von Jahren von Nord nach Süd und umgekehrt. Er ging noch nie von Ost nach West bzw. von Asien nach Europa. Wie kommt dann das Vogelgrippevirus mit Vögeln von China nach Europa?
Der, der aus dem Wald kommt.
üffy
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Re: Schweden wartet auf H1N1-Welle

Beitrag von üffy »

ZUr Zeit ist es ja so dass die Grippewelle wieder am abflachen ist. Klar weiß man nicht wie es im Winter werden wird. Aber selbst die Gesundheitsministerin aus D hat gesagt, dass Kinder erstmal nicht geimpft werden sollen, weil es keine ausreichenden Studien gibt. Finde ichmal sehr sinnvoll von der Frau.
In dem Impfstoff sollen Krebszellen von Tieren vorhanden sein. Und keiner kann sagen ob man nicht nach Jahren auch dadurch ein höheres Krebsrisiko hat. Für mich ist die ganze Sache einfach nur ein ganz große Panikmache um von anderen Sachen ab zu lenken. Paßt einigen Politikern bestimmt ganz gut dass alle sich nen Kopf um die Schweinegrippe machen. So kurz vor dem Wahlkampf praktisch.
Vorallem kommen jeden Tag neue Bestimmungen raus wie man sich zu verhalten hat. So viel kann man gar nicht lesen wie Faxe aber uns in der Praxis eintrudeln.
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Karsten
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Impfung gegen Schweinegrippe: Vorrang für Risikogruppen

Beitrag von Karsten »

Bei den geplanten Massenimpfungen gegen die so genannte Schweinegrippe werden Angehörige von Risikogruppen Vorrang haben. Dies geht aus den Empfehlungen hervor, die das Zentralamt für Gesundheits- und Sozialwesen den Provinziallandtagen am Donnerstag gegeben hat. Demnach sollen zuerst chronisch Kranke und Schwangere Zugang zu den Impfungen haben. Die Impfungen sollen im Herbst beginnen.

(Quelle: Radio Schweden)
Karsten
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Streit um Vorrang bei Impfungen

Beitrag von Karsten »

Die Vorrangregelung für Schwangere und chronisch Kranke, die das Zentralamt für Gesundheitswesen für die kostenlosenSchweinegrippeimpfungen getroffen hat, wird in Frage gestellt. So sollten laut einer in der amerikanischen Wissenschaftszeitschrift Science veröffentlichten Studie zuerst Schulkinder und deren Eltern geimpft werden.

Die Vorrangregelung für Schwangere und chronisch Kranke, die das Zentralamt für Gesundheitswesen für Schweinegrippeimpfungen getroffen hat, wird in Frage gestellt. So sollten laut einer in der amerikanischen Wissenschaftszeitschrift Science veröffentlichten Studie zuerst Schulkinder und deren Eltern geimpft werden.

Dieser Ansicht pflichtet Björn Olssen, Professor für Infektionskrankheiten an der Universität Uppsala bei: „Wenn wir unbegrenzt Impfstoff hätten, wäre das eine andere Sache. Dann hätte man eine andere Strategie wählen können als jetzt, wenn wir das Serum in kleineren Mengen ab und zu bekommen. Die Strategie muss also überdacht werden.“

Ausbreitung bremsen?

Laut der Studie macht es am meisten Sinn, Schulkinder und deren Eltern zu impfen, weil durch sie die Krankheit am ersten übertragen wird. Damit würde die Verbreitung gebremst. Die Gesundheitsbehörde hat jedoch eine andere Beurteilung, wie Anders Tegnell als Leiter für die Abteilung zur Verhinderung von ansteckenden Krankheiten bestätigt: „Zum ersten ist es wichtig, Personen zu schützen, die schwer krank werden können. Es hat sich in anderen Ländern gezeigt, dass gewisse Personen sehr ernst krank werden können und intensiv behandelt werden müssen. Das müssen wir so weit wie möglich verhindern.“

Gleichzeitig gab Tegnell jedoch zu verstehen, dass es eventuell möglich sei, auch Schulkinder und Eltern zu impfen.

(Quelle: Radio Schweden)
Stockholmsbo
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Re: Schweden wartet auf H1N1-Welle

Beitrag von Stockholmsbo »

Nightbow, ich mag Deine Kommentare. Besser kann man es nicht ausdrücken.
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Nun doch: 100 Millionen Euro für Reihenimpfung

Beitrag von Karsten »

Schwedens Regierung stellt umgerechnet 100 Millionen Euro für die Massenimpfungen gegen die Schweinegrippe bereit. Das teilte Gesundheitsministerin Maria Larsson mit.

Bisher hatte die Regierung Sonderzahlungen an die für die Gesundheitsversorgung zuständigen Provinzen abgelehnt. Die Kehrtwende erklärte Larsson mit der schwierigen Konjunkturlage: „Wir sehen, dass sich die Provinzialverwaltungen in einer schwierigen Lage befinden, weil die Massenimpfungen mitten in einem Konjunkturtief durchgeführt werden müssen.“ Die zusätzlichen Gelder sollen ein Signal an die Provinzen sein, die Impfungen trotz angestrengter Wirtschaftslage mit Priorität voranzutreiben.
Das Regierungsgeld deckt ungefähr die Hälfte der Kosten, die die Provinzen für die Impfung aller schwedischen Bürger erwarten. Um die zusätzlichen Ausgaben decken zu können, ist in einigen Provinzen die Erhebung von Gebühren für die Impfungen erwogen, jedoch weitgehend wieder verworfen worden.
Die Hoffnung der Ministerin ist, dass mit den zusätzlichen Geldern Schmälerungen in der allgemeinen Gesundheitsversorgung vermieden werden können, während die Reihenimpfungen stattfinden. Davor hatten Betroffenenverbände gewarnt: „Natürlich werden bei einem so massiven Arbeitseinsatz wie dieser Reihenimpfung andere Tätigkeiten kurzzeitig etwas in den Hintergrund treten. Dennoch werden alle Schwerkranken weiterhin medizinisch versorgt, ich denke, darüber sind alle einig. Ich denke auch, dass die jetzt bereit gestellten Mittel dazu dienen können, vielleicht von externen Akteuren Hilfe einzukaufen, um die Impfungen technisch gut durchzuführen“, so Schwedens Gesundheitsministerin Maria Larsson.

(Quelle: Radio Schweden)
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Re: Schweden wartet auf H1N1-Welle

Beitrag von üffy »

Finde es schon spannend wie die Länder ihre Prioritäten setzen mit dem Impfstoff.
In Schweden sollen am Besten laut einer Studie die Schulkinder und deren Eltern geimpft werden.
In D sollen als erstes die Menschen geimpft werden die viel mit Menschen zu tun haben (Medizinisches Personal, Polizei, Feuerwehr) und dann noch Schwangere und chronisch Kranke.
Wobei ich sagen muß das ich es eher befürworte Schwangere und chronisch Kranke zu impfen als Schulkinder und deren Eltern. Klar sind Schulkinder in dem Sinne die Bazillenschiffe, aber wenn ein chronisch kranker Mensch oder eine Schwangere daran erkranken ist das Risiko mit Komplikationen größer als bei einem Schulkind.
Bei diesem Impfstoff muß man eh abwarten, ob er für Schulkinder überhaupt geeinigt ist.
Wir haben gestern wieder eine Information bekommen von unserem Gesundheitsamt, das Kinder und Jugendliche erstmal nicht geimpft werden sollen, weil keine ausreichenden Studien gemacht worden. Bisher wurde der Impftsoff an 18-59 jährigen ausprobiert.
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Patient mit Komplikationen nach Dänemark

Beitrag von Karsten »

Ein weiterer schwedischer Schweinegrippepatient leidet unter schweren Komplikationen. Der 30-jährige Mann aus der Provinz Gästrikland wurde am Dienstag in die dänische Universitätsstadt Århus geflogen, wo er an eine so genannte künstliche Lunge angeschlossen wurde. Es ist der vierte Schweinegrippefall mit ernsten Komplikationen in Schweden.

Die in der Fachsprache Extrakorporale Membranoxygenierung oder ECMO genannte Behandlung wird in Schweden nur im Karolinischen Krankenhaus in Solna angeboten. Da hier alle Behandlungsplätze bereits besetzt waren, wurde der Patient nach Dänemark verlegt. „Das ist eine ganz normale Routine, dass Länder Patienten untereinander hin- und herschicken“, kommentierte der Chefarzt des Karolinischen Krankenhauses, Stefan Engkvist.
In Solna wird unter anderem eine an Schweinegrippe leidende Frau aus Irland behandelt.

(Quelle: Radio Schweden)
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Kein Impfstoff für Stockholm?

Beitrag von Karsten »

Für die Bevölkerung im Großraum Stockholm könnte der Impfstoff gegen die Schweinegrippe zu spät kommen. Wie die Tageszeitung „Svenska Dagbladet“ berichtet, werden ausreichende Impfdosen gegen das A7H1N1-Virus womöglich erst im November oder Dezember für die Mehrheit der Bevölkerung im Raum Stockholm erhältlich sein. Da Experten aber mit einer Pandemie bereits in den kommenden sechs Wochen rechnen, käme eine Impfung zu spät.

Laut einer Umfrage des Schwedischen Rundfunks planen sieben von zehn Schweden, sich gegen das Virus impfen zu lassen. Am größten ist die Impfbereitschaft in den Großstädten.

Die Gewerkschaft TCO hat vorgeschlagen, den Karenztag für an Schweinegrippe erkrankte zu streichen. TCO-Chef Sture Nordh erklärte, eine vorübergehende Gesetzesänderung sei nötig, damit Erkrankte auch wirklich zu Hause blieben. Laut schwedischem Arbeitsrecht ist der erste Krankentag ein Karenztag. Vom zweiten Krankentag an erhält der Angestellte 80% seines Lohns.

(Quelle: Radio Schweden)
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