Entbindung im Urlaub in Schweden

Antworten
Hjärta

Entbindung im Urlaub in Schweden

Beitrag von Hjärta »

Hallo.

Ich fahre bald, zusammen mit meiner besten Freundin und Hebamme in den Urlaub nach Südschweden :-flagge2 . Da ich dann sehr nah am Geburtstermin bin, habe ich ein paar Fragen.
Wie ist das, wenn ich in Schweden entbinde? Muss ich ins Krankenhaus? Wer zahlt das? Reicht meine Chipkarte aus? Steht dann Schweden als Geburtsort in der Geburtsurkunde? Muss ich mich samt Kind dann dort irgendwo melden, wenn es z.B. nicht im Krankenhaus zur Welt kommt.?
Zur Sicherheit habe ich ja ne eigene Hebamme dabei und es ist nicht das erste Kind. :pfeif:
Mein Mann ist eher beunruhigt, weil so viele Fragen ungeklärt sind.
Fragen über Fragen. :smiling:

Könnt Ihr mir da vllt helfen? :rose:

LG
Merle
Advertisement
Backagården
Beiträge: 20
Registriert: 13. Oktober 2008 10:50
Wohnort: 24040 Tjörnarp

Antworten

Beitrag von Backagården »

hast du dir mal überlegt was ist mit ausweiß für das neue hast beszimmt jede menge lauferein viele grüße :Flagge2:
Gast

Beitrag von Gast »

Ausweis?
Du meinst ich muss den Wurm in Schweden anmelden und so? Es muss doch da sowas wie nen Schema X geben, wenn jemand dort im Urlaub entbindet. Ich meine nicht, das wir uns das wünschen, aber es könnte ja passieren. Der Urlaub war schon vor Kenntnis über die Schwangerschaft gebucht und deshalb wollen wir auch fahren ( wir sind ja 3 Päärchen ).
Ich würde gerne wissen, was wir alles tun müssen, wenn unser Wurm in Schweden das Licht der Welt erblickt.
Leider finde ich im Internet nichts, wo ich etwas über diesen speziellen Fall lesen kann. :tears:
Gast

Beitrag von Gast »

nightbow hat geschrieben:ob das kind dann noch zusätzlcih schwedische staatsbürgerschaft hat, weiss ich nciht, aber geburtsort ist dann natürlichirgendwo in schweden:-)

melden müssen ist so eine frage, du brauchst zum grenze passieren ja einen pass, auch wenn vielleciht nciht kontrolliert wird. aber wenn du jetzzt mnen kleines neugeborenes dabei hast udn die pässe werden kontrollieret und du hast das kind nirgends gemeldet siehst du bestimmt einiges an bürokratie:-)

am besten im schwedischen krankenhaus entbinden, die helfen bestimmt gerne mit dem papierkrams, bzw wissn was du für papiere ausfüllen musst;-)

aber die kosten werden (müssen!) von deiner deutschen krankenkasse übernommen werden)

Hmmm stimmt, an den Grenzübertritt hatte ich nicht gedacht.
Eigentlich wollte ich nicht im Krankenhaus entbinden. Wie ist das denn in Schweden. Darf ich sofort nach der Entbindung wieder nach Hause gehen, oder werde ich stationär aufgenommen? Hier in Deutschland habe ich ambulant entbunden und bin 4 Stunden nach der Geburt wieder zuhause gewesen. Geht das in Schweden auch?
Leider kann mir meine Krankenkasse keine Auskunft geben.
Backagården
Beiträge: 20
Registriert: 13. Oktober 2008 10:50
Wohnort: 24040 Tjörnarp

null ahnung

Beitrag von Backagården »

aber es ist doch so frag doch bei der deutschen botschaft in stockholm nach die können dir mit sicherheit sagen wie und was und die krankenhäuser sind ja auch nicht die schnellsten guter rat ist teuer leider
liebe grüße aus schweden
Gast

Beitrag von Gast »

Vielen Dank für Eure Antworten!
Ich habe eine Anfrage bei der Deutschen Botschaft in Stockholm und beim Auswärtigem Amt gestellt. Hoffentlich erhalte ich bald Auskunft.
Ich werde die Antworten dann her posten :)
Backagården
Beiträge: 20
Registriert: 13. Oktober 2008 10:50
Wohnort: 24040 Tjörnarp

na prima

Beitrag von Backagården »

na siehst du ich hoffe es wird positiv ausfallen und dann ab nach schweden
liebe grüße aus schweden :-flagge2
nightbow
Beiträge: 350
Registriert: 16. Juni 2007 21:21

Beitrag von nightbow »

(gelöscht - sorry leute)
Zuletzt geändert von nightbow am 5. März 2010 12:08, insgesamt 1-mal geändert.
Gast

Beitrag von Gast »

Ihr seid ja alle so nett!!!!
Vielen Dank.
Wir sind sehr oft in Schweden und deshalb ist es auch im 9. Monat noch ok ;)
Nur muss man ja vorher einiges klären. Zum Glück gibt es Euch! :kiss:

@ nightbow: Das ist gut, denn ich will doch nicht meinen Urlaub in einem schwedischen Krankenhaus verbringen :smiling:
hansbaer
Beiträge: 891
Registriert: 31. Juli 2008 20:25
Wohnort: Gustavsberg
Kontaktdaten:

Beitrag von hansbaer »

Kleine Anmerkung in Sachen Staatsbürgerschaft: das Kind wird kein Schwede sein, da in Schweden wie in Deutschland die Abstammung ausschlaggebend ist.

Ehrlich gesagt hätte ich etwas Angst vor einer ungeplanten Entbindung im Sommer. Wegen der Urlaubszeit sind Krankenhäuser oft schwach besetzt. In der Vergangenheit ging das teilweise soweit, dass allen Ernstes empfohlen wurde, in bestimmten Gegenden keine Kinder zu bekommen. Es gab sogar schon Planungen, werdende Mütter nach Finnland zur Entbindung zu bringen.
Benutzeravatar
irni
Beiträge: 314
Registriert: 27. Januar 2008 16:16
Wohnort: Västmanland

Beitrag von irni »

In den Ballungsgebieten ist es so, dass Gebärende mit dem Krankenwagen zwischen verschiedenen Krankenhäusern verteilt werden. Allerdings dürfte das kein Problem sein, wenn du dir ein kleineres Krankenhaus aussuchst und gleich dorthin fährst.
Nach Hause gehen kannst du so gut wie sofort wenn du willst und alles gutgegangen ist.

Bin schon neugierig auf die Antwort der Botschaft.

Ich denke, dass du einen Ausweis für das Würmchen brauchst für den Grenzübertritt und denke daran, das es in Schweden keine Geburturkunde gibt sondern nur einen Auszug vom folkbokföringsregister. Angemeldet wird das Kind sicher vom Krankenhaus und wenn keiner der Eltern Schwede ist, bekommt es auch keine schwedische Staatsbürgerschaft.

Ich bewundere deine Nerven, ich hätte das nicht gewagt, schon alleine nicht aus sprachlichen Gründen (aber ich weiss ja nicht wie gut dein Schwedisch ist). Rein vom Risiko, dass was nicht so klappen sollte habe ich aber keine Bedenken. Zumindest bei meiner Entbindung war nichts zu klagen, ausser dass sie mir unbeding Lustgas verpassen wollten und einfach nicht verstanden, dass ich das nicht haben wollte :pfeif: .

Ich kann dir nur viel Glück wünschen, egal wo du dein Kind zur Welt bringst.
/irni
Kasi
Beiträge: 70
Registriert: 18. April 2008 21:27
Wohnort: Mora

Beitrag von Kasi »

hallo irni,

sag mal meinst du wirklich "lustgas", wie lustig! ich kenne nur lachgas, aber lustgas, hihi! was soll das denn bewirken?

gruesse kasi!
Benutzeravatar
irni
Beiträge: 314
Registriert: 27. Januar 2008 16:16
Wohnort: Västmanland

Beitrag von irni »

Kasi hat geschrieben:hallo irni,

sag mal meinst du wirklich "lustgas", wie lustig! ich kenne nur lachgas, aber lustgas, hihi! was soll das denn bewirken?

gruesse kasi!
Ja auf schwedisch heisst eben Lachgas lustgas, sorry bin eben schon zu lange hier :pfeif: Aber passt ja gut, oder?

Lachgas inhaliert man um die Geburtsschmerzen besser zu verkraften. Aber frag´mich nicht wie das ist, ich habe jede Art von Schmerzlinderung verweigert. Als Bonus durfte ich meine Tochter in einem Himmelbett zur Welt bringen und nicht in einem normalen Greissaal und danach konnte die ganze neue Familie dort auch gleich ausschlafen. war wirklich wunderbar Mann und Kind in Greifweite zu haben.
/irni
Benutzeravatar
Delias
Beiträge: 20
Registriert: 23. Juli 2007 22:27
Wohnort: Lübeck
Kontaktdaten:

Beitrag von Delias »

ich überlege gerade ob ich die idee plötzlich in schweden zu entbinden cool oder irre finden soll :pfeif:
schade eigentlich dass das kind nicht automatisch schwede ist :flagge3:

aber irgendwie teile ich die unruhigen gedanken deinen mannes..ich habe 4 kinder und als ich mit meinem 2. 14 tage vor der entbindung stand,bin ich fast 800km zu meinem opa zum 70. gefahren und das fanden alle verrückt, aber es wäre ein deutsches kh gewesen...

mmmhhh aber letztendlich kommt das kind wann es will und wenn du sonstwo wärst....

gespannt bin ich auch auf die antworten aus der botschaft...


und vor allem wüsste ich gern wo das kind denn nun geruhte zu erscheinen
LG aus Lübeck von Heike



Träume nicht dein Leben, lebe Deinen Traum
Benutzeravatar
irni
Beiträge: 314
Registriert: 27. Januar 2008 16:16
Wohnort: Västmanland

Beitrag von irni »

nightbow hat geschrieben:geht das lachgas eigentlich auch über die nabelschnur in das baby über? das ist ja immer hauptkritikpunkt bei schmerzmitteln zur geburt, dass das baby gleich voll stoned zur welt kommt....
Das weiss ich leider auch nicht, das war auch der Hauptgrund warum ich damals nein sagte. Aber nachdem sogut wie alle werdenden Mütter in Schweden Lachgas bekommen und zumindest die letzte und vorletzte Generation unter Lachgasnebeln geboren wurden, scheint es jedenfals dem Kind nicht zu schaden.
/irni
nightbow
Beiträge: 350
Registriert: 16. Juni 2007 21:21

Beitrag von nightbow »

(gelöscht - sorry leute)
Zuletzt geändert von nightbow am 5. März 2010 12:30, insgesamt 1-mal geändert.
Schulkind

Geburt

Beitrag von Schulkind »

Die Entbindungen mit Lustgas sind keinesfalls natuerlicher, als ohne, im Gegenteil. Die Anwendung fuehre ich vielmer auf die "unnatuerlichere" Herangehensweise im Umgang mit Geburt in Schweden zurueck. Betäubung muss hier einfach sein,nur wenige wollen es ohne versuchen.
Es gibt Studien, die darauf hindeuten, dass die Beschäftigten in den Entbindungsabteilungen durch die ständig erhöhten Lustgaskonzentrationen vermehrt an u.a. Störungen des Nervensystems und an einer erhöhten Abortrate leiden. Mancherorts wird deshalb der Einbau verbesserter Filteranlagen oder sogar der Verbot von Lustgas gefordert. Als unngenehme Nebenwirkungen der Entbindenden sind Uebelkeit,Kopfschmerzen, Benommenheit und Erinnerungsluecken am häufigsten.
Man kann den Einsatz von Lustgas natuerlich verweigern, ist halt bloss untypisch.
Ich wuerde empfehlen, das Krankenhaus der Wahl vorher zu besuchen und dort schon die Unterlagen vorzulegen und eine Vorsorge durchfuehren zu lassen, damit, wenn ´s dann losgeht, nicht erst noch Blutgruppe etc bestimmt werden muessen.
Je nachdem wie lange ihr vor Termin in S ankommt, wäre ein Untersuchungstermin im Krankenhaus, in meinen Augen nicht verkehrt. So wuessten beide Seiten, auf was sie sich einlassen und Du wärst beruhigter. Nach 48h erfolgt das Neugeborenenscreening und die Untersuchung durch den Kinderarzt, dafuer muesstest Du nochmal in die Klinik, die Du nach fruehestens 6h nach der komplikationsfreien Entbindung mit dem Wurm verlassen kannst. Der Partner kann nicht in allen Fällen nach der Geburt bleiben, wenn auf der Entbindungsstation kein Platz frei ist. Aber das könnt ihr ja alles vor Ort mit dem Personal besprechen und erfahren, wie es just an eurem Urlaubsort ist.
Das Krankenhaus erstattet umgehend Meldung ueber die Geburt an das Skatteverket, von dort bekommt man einen Personbevis, der geht an die deutsche Botschaft in Stockholm, die benötigen Geburts, Heiratsurkunde,Meldebescheinigung/Personbevis und die Reisepässe und ein paar Kronen und ein paar Wochen Zeit und dann erhält man den Kinderreisepass. Vielleicht gibt es noch ein Schnellverfahren.
In welche Region fahrt ihr? :flagge3: Wuensche gutes Gelingen und einen guten Aufenthalt unter diesen ganz besonderen Umständen.
Schulkind

Geburtsurkunde

Beitrag von Schulkind »

Die Geburtsurkunde bekommen im Ausland geborene deutsche Staatsangehörige, was euer Kind sein wird (gehe davon aus, ihr seid beide deutsch) beim Standesamt Berlin 1 auf Antrag innerhalb der ersten 6 Lebensmonate (Bearbeitungszeit z.Zt.6 Monate).
http://www.berlin.de/standesamt1/kind/index.html
nightbow
Beiträge: 350
Registriert: 16. Juni 2007 21:21

Beitrag von nightbow »

(gelöscht - sorry leute)
Zuletzt geändert von nightbow am 5. März 2010 12:30, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
irni
Beiträge: 314
Registriert: 27. Januar 2008 16:16
Wohnort: Västmanland

Beitrag von irni »

nightbow hat geschrieben:wenn die eltern jetzt deutsch/schwedisch sind, dann bekomme ich also zwei pässe für das kind?
Ja, kannst du bekommen, aber wozu?
Meine Kinder haben nur den schwedischen, aber doppelte Staatsbürgerschaft, das scheint aber in keinem Dokument auf.

Nochmals zur Geburt in Schweden.
Hier sind sie wirklich fürchterlich lästig. Das Haupthema bei allen Studienbesuchen und Vorbereitungen für die Geburt ist Schmerzlinderung. Ich musste wirklich mit Händen und Füssen dafür kämpfen nicht doch noch was verpasst zu bekommen und da sagte ich schon bei der Einschreibung, dass ich keine Schmerzlinderung haben wollte.
Aus der Region Örebro gehen Frauen nach Karlskoga weil sie die persönliche Betreuung und die Möglichkeit den Partner auch nach der Geburt mitzuhaben schätzen. Aber willst du gleich nach Hause gehen spielt das ja keine Rolle. Hier heisst es wirklich zu recherchieren, die Unterschiede sind gross.
/irni
Gast

Beitrag von Gast »

Hallo! Ich bin Gast in Eurem Forum, habe aber als Deutsche vor knapp 2 Jahren unseren Sohn hier entbunden (in Karlskoga :pfeif: ). 12 Stunden muss man hier und in Örebro mindestens bleiben nach der Geburt. Ich hatte drei tolle Hebammen und bei der Geburt war eine total blöde dabei. Die Ärztin war superklasse. Es hat einige Kraft gekostet, die Hebammen davon zu überzeugen, was ich will. Hier ist eher alles Standard und wenn man bestimmte eigene Vorstellungen hat, braucht es Überzeugungsarbeit. Lachgas haben sie mir auch angedreht. Ich habe denen fast in die Maske gek.... :lol: .
Die Anmeldung hat bei uns das Krankenhaus übernommen. Allerdings waren wir im schwedischen System drin, hatten personnummer etc. Ansonsten muss man das bestimmt selber machen. Geburtsurkunde gibt beim Standesamt I in Berlin. Hat bei uns nur 14 Monate gedauert.... Pass gabs bei der Botschaft in Stockholm, da mussten wir mit beiden Eltern hinfahren. Dort bekommt man den Pass sofort mit (man muss allerdings ein Foto des Kindes nach bestimmten Kriterien mitbringen...). Es gibt auch Honorarkonsulate, bei denen man einen Pass beantragen kann, aber da dauert das eine Weile. Vielleicht können die dort wenigstens übergangsweise Dein Kind in einen von Euren Pässen eintragen?
Wichtig ist, dass Deine deutsche Krankenkasse eine Kostenübernahme zusagt! Hast Du dort mal gefragt? Reisekrankenversicherungen dürften dieses Risiko nicht decken, vor allem, da Du nahe am ET bist. Und ich denke, die Krankenkasse wird sich auch sträuben.

Ich persönlich würde den Urlaub entweder verschieben oder abblasen! Geburt ist hier STANDARD und nichts mehr. Keine Wassergeburt, nichts... Nichtmal Karlskoga hatte Sonderausstattung wie Pezziball oder Seil oder so... Geburt heisst hier auf dem Bett liegen! Ok, man darf auch mal aufstehen. Aber ansonsten: LIEGEN!

LG wir aus Karlskoga
Benutzeravatar
Elchi21
Beiträge: 27
Registriert: 19. Januar 2009 21:40
Wohnort: Stockholm-Lidingö

Beitrag von Elchi21 »

Hej nightbow,

nein, Lachgas ist für das Baby eine recht entspannte Angelegenheit.
nichts ist unmöglich...
Hjärta

Antwort vom auswärtigen Amt

Beitrag von Hjärta »

Hallo ihr Lieben :wink:

Da bin ich endlich wieder, hatte viel zu erledigen die letzten Tage und komme nun erst heute dazu Euch zu antworten. :-tschuldigung

Vielen, vielen Dank erst einmal für Eure Mühe und die lieben Antworten.
Hmmm vllt ist es ja eine verrückte Idee, aber ich habe mir das ganze nicht so kompliziert vorgestellt :pfeif:

Inzwischen habe ich eine Antwort vom auswärtigen Amt erhalten und kopiere sie Euch hier gleich im Anschluss.
Ich bin etwas enttäuscht das es wirklich so ziemlich wie unmöglich ist und nun brauchen wir einen Plan B :smiling:
Ach ja, wir wären in der Nähe von Malmö.

So, und nun die Antwort vom auswärtigen Amt.

Sehr geehrte Frau XXX,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage. Da sich Ihre Fragen größtenteils auf schwedische Verfahrensweisen beziehen, ist die korrekte Stelle zur Beantwortung die Schwedische Botschaft in Berlin (http://www.swedenabroad.com/Start____15406.aspx; Rauchstraße 1, 10787 Berlin, Tel.: 030-50 50 60, Fax: 030-50 50 67 89, E-Mail:
ambassaden.berlin@foreign.ministry.se), ich möchte mich aber gerne bemühen, Ihnen im folgenden ein paar nützliche Hinweise zu geben.

In Schweden gibt es sowohl Haus- als auch Klinikgeburten. Die Entscheidung, wo entbunden wird, hat für Sie als nicht in Schweden ansässige Deutsche (ich gehe im folgenden davon aus, dass Sie die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen) aber weitreichende Konsequenzen, die über Fragen wie Sicherheit und ausreichende gesundheitliche Versorgung hinausgehen.
Ihr Kind benötigt zur Ausreise unbedingt (in diesem Fall, da Sie nicht im Amtsbezirk der Botschaft wohnen, provisorische) Ausweispapiere, die in Schweden nur von der hiesigen Deutschen Botschaft in Stockholm und nur unter der Voraussetzung der ordnungsgemäßen Registrierung Ihres Kindes, der Beurkundung seiner Geburt durch die zuständigen schwedischen Behörden und der Vorlage der entsprechenden Dokumente ausgestellt werden können.
Welche Papiere hier im einzelnen notwendig sind (und von Ihnen z.T.
bereits aus Deutschland mitgeführt werden müssten), können Sie den einschlägigen Merkblättern (für Passbeantragung bzw. für die Geburt deutscher Kinder in Schweden usw.) auf der Homepage der Botschaft
(http://www.stockholm.diplo.de/Vertretun ... tsche.html)
entnehmen.

Zuständig für die Ausstellung von Personenstandsurkunden ist in Schweden das Steueramt (/Skatteverket/; siehe auch www.skatteverket.se bzw.
http://www.skatteverket.se/4.18e1b10334 ... 00039.html). Als Geburtsort muss der tatsächliche Ort der Entbindung eingetragen werden.
Schwedische Personstandsurkunden sehen allerdings nicht aus wie deutsche Urkunden, und da für Ausstellung Ihrer Papiere (und die Ihres Kindes) im weiteren Verlauf die deutschen Behörden an Ihrem Wohnort zuständig sind, empfehle ich die dortige Anfrage hinsichtlich künftig notwendiger Unterlagen, Übersetzungen etc.

Zur korrekten Beurkundung der Geburt benötigt das Steueramt entsprechende Unterlagen/Angaben, die nach Wissen der Botschaft im Regelfall vom Krankenhaus gestellt werden. Beim Besuch des lokalen Steueramtes müssen Sie (vor dem Hintergrund der international zunehmenden Zahl von Kindesentführungen) nachweisen können, dass das Kind, dessen Registrierung Sie wünschen, auch wirklich Ihres ist. Der Botschaft ist leider nicht bekannt, ob und ggfs. unter welchen Voraussetzungen eine Registrierung Ihres Kindes nach Hausgeburt/Entbindung durch eine (ausländische) Hebamme im Hinblick auf formelle Erfordernisse möglich ist. Hierzu empfehle ich Ihnen den Direktkontakt mit Skatteverket bzw. der Schwedischen Botschaft, s.o.

Eine andere Schwierigkeit birgt die Frage der Namenserteilung. Je nachdem, ob Sie und der Kindesvater verheiratet sind oder nicht, sehen die Möglichkeiten der Namenswahl für das Kind unterschiedlich aus; die Wahl muss bei Registrierung durch die schwedischen Behörden aber korrekt erfolgen und beurkundet werden.
Die Unterlagen, die wiederum für die Ausstellung von Ausweispapieren für Ihr Kind bei der Botschaft benötigt werden (s.o.), müssten nach Unterzeichnung durch Sie von einem deutschen Honorarkonsul in Südschweden beglaubigt werden, bevor Sie zur Bearbeitung nach Stockholm geschickt werden können.

Die Staatsangehörigkeit Ihres Kindes wird, was den deutschen Rechtsbereich betrifft, nicht vom Geburtsort beeinflusst, sondern hängt von Ihrer und der Staatsangehörigkeit des Kindesvaters ab.
Die Kostenfrage müssen Sie mit Ihrer Krankenversicherung klären. Eine gültige EU-Chipkarte hilft hier zwar in akuten Fällen, aber inwieweit dies auch für eine Entbindung zutrifft bzw. inwieweit eine Entbindung in diesem Fall als "akut" betrachtet wird, kann die Botschaft nicht beurteilen.

Ich hoffe, die obigen Hinweise helfen Ihnen weiter. Zusammenfassend rät die Botschaft Ihnen aufgrund der oben geschilderten Schwierigkeiten und potentiellen Probleme allerdings dringend von Ihrem Vorhaben ab.

Mit freundlichen Grüßen
Christina Olson

Framsidan
Beiträge: 2606
Registriert: 12. Januar 2009 16:20
Wohnort: vackra västkusten
Hat sich bedankt: 21 Mal
Danksagung erhalten: 45 Mal

Beitrag von Framsidan »

Hjärta ich würde erst mal in ruhe und Frieden das Kind zur Welt bringen und dann ein andersmal fahren.

Denn was ist schon ein Urlaub gegen einen neuen Erdenbürger?

Elisabeth
nightbow
Beiträge: 350
Registriert: 16. Juni 2007 21:21

Beitrag von nightbow »

(gelöscht - sorry leute)
Zuletzt geändert von nightbow am 5. März 2010 12:30, insgesamt 1-mal geändert.
maus2903
Beiträge: 14
Registriert: 28. Oktober 2008 13:44
Wohnort: Rörvik

Beitrag von maus2903 »

Hallo alle zusammen, ist ja hoch interessant und dabei ist mir noch eine Frage aufgefallen, die ich gern beantwortet bekommen möchte.

Staatsbürgerschaft: gibt es wirklich die Möglichkeit eine geteilte Staatbürgerschaft zu haben? Meines erachtens ist es so, dass Schweden die ohne Beanstandungen anerkennt, man aber von Deutschland automatisch die Staatbürgerschaft abgesprochen bekommt, da es bis jetzt nur bei den Türken die Möglichkeit der geteilten gibt.

Wäre wirklich toll wenn das einer genauer weiss. Wir hätten in diesem Jahr die Chance die schwedische Anzunehmen aber eine geteilte wäre mir doch Lieber.

Danke im Voraus!
Hjärta

Beitrag von Hjärta »

Es ist nicht so, dass der Geburtstermin in den Urlaub fällt. Nein, er ist über 2 sogar fast 3 Wochen NACH dem Urlaub.
Unsere 2 Großen kamen beide fast 2 Wochen nach dem Termin und so haben wir gedacht, das wir doch noch in den Urlaub fahren könnten.
Ich fragte nur, weil man ja vorbereitet sein möchte. Für den Fall, das es doch im Urlaub kommt :pfeif:
Aufgrund der unverhältnismäßigen Bürokratie, käme eine Geburt in Schweden nicht in Frage! :lila:
Gast

Beitrag von Gast »

Maus, Du kannst eine doppelte Staatsbürgerschaft bekommen! Ich nehme an, Ihr seid dann 5 Jahre hier in Schweden? Denn vorher kann man die schwedische nicht beantragen.
Ich persönlich würde und werde die deutsche Staatsbürgerschaft nicht ablegen, denn seine Herkunft kann man nicht leugnen. Warum auch?
Framsidan
Beiträge: 2606
Registriert: 12. Januar 2009 16:20
Wohnort: vackra västkusten
Hat sich bedankt: 21 Mal
Danksagung erhalten: 45 Mal

Beitrag von Framsidan »

Ja Maus seit 1 oder 1 1/2 Jahren kann man die doppelte Staatsbürgerschaft haben. Früher ha tman ja automatisch die deutsche verloren wenn man die schwedische beantragt hat und bekam.

Aber jetzt ist das geändert. Früher konnten nur die Kinder bis zum 18. Lebensjahr doppelte haben dann mussten sie sich entscheiden.
Benutzeravatar
spanni
Beiträge: 57
Registriert: 31. Mai 2008 08:07
Wohnort: Berlin/Älvsered
Kontaktdaten:

Beitrag von spanni »

Mit dem Gedanken hatten wir auch schon mal gespielt.
1.Meine Auskunft bei beiden Behörden ist, dass das Herkunftprinzip zählt. Ist nicht so wie in Amerika.
2.Doppelte Staatsbürgeschaft gibt es so nicht mehr, wird nach meiner letzten Auskunft von D als auch von S abgelehnt, jedenfalls offiziell.

Ansonsten bei Deiner Geburt alles gute und vor allen Dingen ein gesundes Kind.
Glücklich ist der, der mit dem zufrieden ist was er hat.
Es grüßt der Spanni

www.schweden-fuer-jeden.de
hansbaer
Beiträge: 891
Registriert: 31. Juli 2008 20:25
Wohnort: Gustavsberg
Kontaktdaten:

Beitrag von hansbaer »

Ein bisschen Klarstellung:

Früher gab es Abkommen, um doppelte Staatsbürgerschaften zu vermeiden. Das Prinzip ist in Deutschland bis heute gültig-

Schweden hat im Jahr 2001 doppelte Staatsbürgerschaften freigegeben.

In Deutschland ist das nicht ganz so einfach. Generell gilt nach wie vor, dass die Annahme einer anderen Staatsbürgerschaft automatisch zum Verlust der deutschen führt.

Es gibt aber ein paar Ausnahmen, in denen der deutsche Staat eine andere Staatsbürgerschaft duldet:
1. die angesprochene doppelte Staatsbürgerschaft für Jugendliche. Das Modell ist umstritten und wird wohl irgendwann gekippt werden.
2. Seit 2000 kann eine andere Staatsbürgerschaft dann angenommen werden, wenn man dafür "triftige Gründe" hat und weiterhin eine Bindung an Deutschland erkennbar ist. Dazu muss man erst eine sogenannte Beibehaltungsgenehmigung einholen, und zwar unbedingt bevor man den Antrag auf Einbürgerung stellt.
3. Seit 28.8.2007 ist diese Genehmigung nicht mehr erforderlich, wenn man Bürger eines anderen EU-Mitgliedsstaates oder Schweizer werden möchte (siehe http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de ... gkeit.html). Nach dieser Regelung kann man also problemlos Schwede werden.

Allerdings sollte man sich immer nochmal informieren, wenn man den Antrag stellen möchten - damit es keine bösen Überraschungen gibt.

Zum Verlust der deutschen Staatsbürgerschaft kommt es, wenn ich mich recht erinnere, in jedem Falle dann, wenn man in die Streitkräfte eines anderen Landes eintritt.
Framsidan
Beiträge: 2606
Registriert: 12. Januar 2009 16:20
Wohnort: vackra västkusten
Hat sich bedankt: 21 Mal
Danksagung erhalten: 45 Mal

Beitrag von Framsidan »

Genau Hansbaer das gleiche wurde mir august 2007 auch gesagt bei der Deutschen botschaft.

Habe mich dann aber auch beim auswärtigem amt durchgelesen und es bestätigt bekommen.

Mit den Kindern oder Jugendlichen war es ja schon lange so dass sie Schweden und Deutsche waren bis zu 18 Jahren dann mussten sie sich entscheiden. Weiss das von einer ehemaligen Arbeitskollegin die Schwedin ist und ihr Mann Deutscher. Die Kinder hatten doppelte Staatsbürgerschaft.
Benutzeravatar
spanni
Beiträge: 57
Registriert: 31. Mai 2008 08:07
Wohnort: Berlin/Älvsered
Kontaktdaten:

Beitrag von spanni »

Das ist rcihtig, aber die Kinder bekommen Sie nicht automatisch in S und für S. So schrieb man mir von der Botschaft in Berlin.
Glücklich ist der, der mit dem zufrieden ist was er hat.
Es grüßt der Spanni

www.schweden-fuer-jeden.de
Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste