Wanderung von Ammarnäs nach Hemavan im September 2018
Verfasst: 30. Dezember 2018 16:28
Mit SAS geht es am 15. September 2018 von Frankfurt zunächst nach Stockholm, wo mich mein belgischer Wanderkamerad zum Weiterflug nach Östersund erwartet. Nach einer Übernachtung im Hotel Emma in Östersund besteigen wir am frühen Sonntagmorgen den Bus Richtung Gällivare und erreichen nach 6stündiger Fahrt durch eine schöne Landschaft Sorsele. Hier müssen wir umsteigen und erreichen nach weiteren 1,5 Fahrstunden Ammarnäs.
Wir checken im Vandrarhem Ammarnäsgården ein und starten dann bei strahlendem Sonnenschein, aber kaltem Wind, zu einem Erkundungsgang durch den Ort.
Ammarnäs ist ein kleiner Ort in der schwedischen Gemeinde Sorsele. Durch den Ort fließt der Vindelälven und der von Umeå kommende Länsväg 363, mit 325 km die längste Provinzstraße Schwedens, endet hier. In Ammarnäs leben gerade mal 105 Einwohner.
Der Ort hieß früher Övre Gautsträsk, genauso wie heute der See heißt. 1895 bekam der Ort eine Poststation und damit auch den neuen Namen Ammärnäs, weil er auf der Nase zwischen Vindelälven und Tjulån am Fuß des Ammarfjället liegt.
Dort wo der Tjulån und der Vindelälven zusammenfließen findet sich ein Delta, das jedes Jahr im Frühjahr überschwemmt und dann zu einem vielbesuchten Platz für Wild- und Watvögel wird.
Vom Gipfel des "Potatisbacken", dem Kartoffelhügel hat man einen herrlichen Blick über das Ammarnäsdelta. Der Potatisbacken ist eine Moränenerhebnung aus der vorigen Eiszeit und wurde Mitte des 19. Jahrhunderts das erste Mal bepflanzt. Die südliche Lage und der Vorteil, dass der Frost nicht den Berg hinauf klettert, macht es möglich, trotz des kalten Klimas Mandelkartoffeln anzubauen.
Die Ammarnäs Kyrka, die Kirche des Ortes, wurde 1912 fertiggestellt und ersetzt die alte Lappenkapelle, die 1858 erbaut wurde. Die Kirche ist mit Holzschindeln verkleidet und die aufwändige Dachkonstruktion gibt ihr ihr spezielles Aussehen. Entworfen wurde sie von dem Architekten Torben Grut, der auch für andere bekannte Gebäude, beispielsweise Stockholms Stadium, verantwortlich zeichnet.
Dicht dabei befindet sich Kyrkstaden/Lappstaden. Den Samen wurde in früheren Zeiten auferlegt, an mindestens drei Kirchenwochenenden im Jahr den Gottesdienst zu besuchen. Damit sie eine Unterkunftsmöglichkeit hatten, wurde vor der Kirche Land für die Anlage von Kyrkstaden zur Verfügung gestellt.
Es finden sich meistens fensterlose Pfahlbauten. Das Gebiet wird heute von der Samenvereinigung unterhalten und gepflegt.
Wir checken im Vandrarhem Ammarnäsgården ein und starten dann bei strahlendem Sonnenschein, aber kaltem Wind, zu einem Erkundungsgang durch den Ort.
Ammarnäs ist ein kleiner Ort in der schwedischen Gemeinde Sorsele. Durch den Ort fließt der Vindelälven und der von Umeå kommende Länsväg 363, mit 325 km die längste Provinzstraße Schwedens, endet hier. In Ammarnäs leben gerade mal 105 Einwohner.
Der Ort hieß früher Övre Gautsträsk, genauso wie heute der See heißt. 1895 bekam der Ort eine Poststation und damit auch den neuen Namen Ammärnäs, weil er auf der Nase zwischen Vindelälven und Tjulån am Fuß des Ammarfjället liegt.
Dort wo der Tjulån und der Vindelälven zusammenfließen findet sich ein Delta, das jedes Jahr im Frühjahr überschwemmt und dann zu einem vielbesuchten Platz für Wild- und Watvögel wird.
Vom Gipfel des "Potatisbacken", dem Kartoffelhügel hat man einen herrlichen Blick über das Ammarnäsdelta. Der Potatisbacken ist eine Moränenerhebnung aus der vorigen Eiszeit und wurde Mitte des 19. Jahrhunderts das erste Mal bepflanzt. Die südliche Lage und der Vorteil, dass der Frost nicht den Berg hinauf klettert, macht es möglich, trotz des kalten Klimas Mandelkartoffeln anzubauen.
Die Ammarnäs Kyrka, die Kirche des Ortes, wurde 1912 fertiggestellt und ersetzt die alte Lappenkapelle, die 1858 erbaut wurde. Die Kirche ist mit Holzschindeln verkleidet und die aufwändige Dachkonstruktion gibt ihr ihr spezielles Aussehen. Entworfen wurde sie von dem Architekten Torben Grut, der auch für andere bekannte Gebäude, beispielsweise Stockholms Stadium, verantwortlich zeichnet.
Dicht dabei befindet sich Kyrkstaden/Lappstaden. Den Samen wurde in früheren Zeiten auferlegt, an mindestens drei Kirchenwochenenden im Jahr den Gottesdienst zu besuchen. Damit sie eine Unterkunftsmöglichkeit hatten, wurde vor der Kirche Land für die Anlage von Kyrkstaden zur Verfügung gestellt.
Es finden sich meistens fensterlose Pfahlbauten. Das Gebiet wird heute von der Samenvereinigung unterhalten und gepflegt.