Überwachungsstaat
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Hiltrud Baier
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Überwachungsstaat
Per Zufall kamen wir auf diese Internetseite http://www.extrakoll.se" onclick="window.open(this.href);return false;
Gibt man eine Postleitzahl ein, werden alphabetisch Namen aufgelistet. Also: Ich gebe unsere PLZ in Jokkmokk ein und bekomme alle Namen von A-Z. Dann klicke ich auf meinen Namen und bekomme einen Code. Wenn ich eine SMS schreibe und diesen Code eingebe, dann kann ich sehen, was ich im letzten Jahr verdient habe. Ich teste und: Nach 10 Sekunden bekomme ich die Antwort auf mein Handy. Schlappe 10 Kronen bezahle ich dafür. Wenn ich nun wissen will, was mein Nachbar im letzten Jahr verdient hat, kann ich es genauso machen. 10 Kronen und ich hab ihn. Wenn ich einen kleinen Einbruch plane und wissen will, bei wem sich das am ehesten lohnen könnte, ja, dann klicke ich in die Tasten und suche mir den reichsten aus. Klasse! Was für ein Staat, bei dem nichts mehr privat bleibt. I am watching you und nicht nur das, ich weiß alles über dich und dein Nachbar weiß auch alles …
Viele Grüße
Hiltrud aus Jokkmokk
http://www.norrbooks.com" onclick="window.open(this.href);return false;
Gibt man eine Postleitzahl ein, werden alphabetisch Namen aufgelistet. Also: Ich gebe unsere PLZ in Jokkmokk ein und bekomme alle Namen von A-Z. Dann klicke ich auf meinen Namen und bekomme einen Code. Wenn ich eine SMS schreibe und diesen Code eingebe, dann kann ich sehen, was ich im letzten Jahr verdient habe. Ich teste und: Nach 10 Sekunden bekomme ich die Antwort auf mein Handy. Schlappe 10 Kronen bezahle ich dafür. Wenn ich nun wissen will, was mein Nachbar im letzten Jahr verdient hat, kann ich es genauso machen. 10 Kronen und ich hab ihn. Wenn ich einen kleinen Einbruch plane und wissen will, bei wem sich das am ehesten lohnen könnte, ja, dann klicke ich in die Tasten und suche mir den reichsten aus. Klasse! Was für ein Staat, bei dem nichts mehr privat bleibt. I am watching you und nicht nur das, ich weiß alles über dich und dein Nachbar weiß auch alles …
Viele Grüße
Hiltrud aus Jokkmokk
http://www.norrbooks.com" onclick="window.open(this.href);return false;
Re: Überwachungsstaat
Warum machen wir Deutschen den immer so ein Staatsgeheimnis darum, was man verdient???
Ich finde das nicht schlimm, wenn man weiss was der andere verdient. Ausserdem ist es doch allgemein bekannt, dass man in Schweden der "gläserne Buerger" ist, oder etwa nicht?
Es gibt doch auch den Taxeringskalender. Da kann man folgendes sehen:
I nya Taxeringskalendern kan du se hur du och andra privatpersoner deklarerat - både inkomst av arbete och kapital
Also, ich finde den schwedischen Staat besser als den deutschen und darum bin ich auch hier.
Cujo
Ich finde das nicht schlimm, wenn man weiss was der andere verdient. Ausserdem ist es doch allgemein bekannt, dass man in Schweden der "gläserne Buerger" ist, oder etwa nicht?
Es gibt doch auch den Taxeringskalender. Da kann man folgendes sehen:
I nya Taxeringskalendern kan du se hur du och andra privatpersoner deklarerat - både inkomst av arbete och kapital
Also, ich finde den schwedischen Staat besser als den deutschen und darum bin ich auch hier.
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Framsidan
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Re: Überwachungsstaat
Ja das ist ja nichts neues.
Die erste Seite deiner Deklaration war schon immer eine öffentlich Handlung
Es wird eben alles nach dem Offentlighetsprinzip gehandhabt. Kann man das nich thaben, darf man nicht hier wohnen.
Die erste Seite deiner Deklaration war schon immer eine öffentlich Handlung
Es wird eben alles nach dem Offentlighetsprinzip gehandhabt. Kann man das nich thaben, darf man nicht hier wohnen.
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Hiltrud Baier
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Re: Überwachungsstaat
kann man das nicht haben, darf man hier nicht wohnen
... diese Einstellung kann ich nicht teilen. Manche Dinge lassen sich auch ändern ...
Gruß
Hiltrud
... diese Einstellung kann ich nicht teilen. Manche Dinge lassen sich auch ändern ...
Gruß
Hiltrud
Re: Überwachungsstaat
Das wiederum setzt blind voraus, dass es sich hierbei lediglich um einen nachlässigen Umgang mit dem Datenschutz handelt, den mit einer Novelle des Datenschutzgesetzes beheben kann. Das ist aber mitnichten so. Das Öffentlichkeitsprinzip ist eine Grundfeste dieses Staates, und zwar seit über 240 Jahren!Hiltrud Baier hat geschrieben:... diese Einstellung kann ich nicht teilen. Manche Dinge lassen sich auch ändern ...
Dies ändern zu wollen ist ungefähr so, als wolle man in Deutschland das Recht auf Kriegsdienstverweigerung oder die Pressefreiheit aus dem Grundgesetz streichen.
Ich finde auch, dass man die Nutzung des Öffentlichkeitsprinzips strenge Grenzen setzen muss. Extrakoll tut genau das, was Ratsit vor Jahren indirekt verboten bekommen hat. Ratsit hatte anfangs eine gewisse Anzahl von Anfragen kostenlos und anonym zugelassen. Das Skatteverket schritt irgendwann ein und beschloss, dass man künftig nicht mehr mit Anbietern zusammenarbeiten wird, die nicht bestimmte Regeln befolgen. Seither ist die Abfrage anonym fast nicht mehr möglich. Wer abgefragt wird, erhält automatisch einen Brief darüber, dass er abgefragt wurde und von wem.
Nur weil wir als Deutsche unsere Steuererklärung für etwas privates halten, muss das in Schweden noch lange nicht so sein. Es handelt sich hierbei schlicht um einen kulturellen Unterschied.
Es ist auch nicht zwangsläufig eine Datenschutzverletzung. Es darf jeder abfragen, was ein einfacher Bürger verdient. Diese Daten zu sammeln und weiterzureichen ist jedoch verboten.
Im übrigen ist der "Big Brother is watching you"-Vorwurf etwas seltsam, denn der Staat weiß ja sowieso, was man in seiner Steuererklärung stehen hat. Der Staat spioniert hier also nicht im Privatleben seiner Bürger herum.
Insofern sollte man vielleicht beim Skatteverket Anzeige über die Praktiken von extrakoll.se erstatten - aber das ist dann auch schon alles, was es zu ändern gibt, denn die Herausgabe der Steuerdaten ist in diesem Land eine Selbstverständlichkeit.
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joachimjstn
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Re: Überwachungsstaat
Hallo Hiltrut,
warum die Überschrift: Überwachungsstaat?
Was gibts es denn hier zu überwachen?
Ist doch alles ersichtlich.
Hier weist du wenigstens das du an gewisse Daten herankommst........völlig legal.
Das war dir nicht bewust? Dann warst du schlicht weg uninformiert.
Meinst du in Deutschland kannst du mehr "Geheim" halten? Ein Hoch auf den deutschen Datenschutz. Ich frage mich was alles mit der neuen Krankenkassenkarte wohl machbar ist. Telekom und Bankenskandale!
Und hier wird sich dann aufgeregt wenn es hier Gesetze gibt die das erlauben.
Mich persönlich stört das überhaupt nicht. Weil ich wusste das voher. Die von dir angesprochene Seite ist wohl so, nach deiner Beschreibung, nicht ganz legal.
Für mich ist es völlig egal was der Nachbar verdient.
Für mich ist es auch völlig egal wenn der Nachbar weis was ich verdiene.
Hansbaer hat das sehr ausführlich erläutert. Genauso ist es.
Vielen Dank für dein sehr umfangreiches Wissen.
Grüsse aus Göteborg
warum die Überschrift: Überwachungsstaat?
Was gibts es denn hier zu überwachen?
Ist doch alles ersichtlich.
Hier weist du wenigstens das du an gewisse Daten herankommst........völlig legal.
Das war dir nicht bewust? Dann warst du schlicht weg uninformiert.
Meinst du in Deutschland kannst du mehr "Geheim" halten? Ein Hoch auf den deutschen Datenschutz. Ich frage mich was alles mit der neuen Krankenkassenkarte wohl machbar ist. Telekom und Bankenskandale!
Und hier wird sich dann aufgeregt wenn es hier Gesetze gibt die das erlauben.
Mich persönlich stört das überhaupt nicht. Weil ich wusste das voher. Die von dir angesprochene Seite ist wohl so, nach deiner Beschreibung, nicht ganz legal.
Für mich ist es völlig egal was der Nachbar verdient.
Für mich ist es auch völlig egal wenn der Nachbar weis was ich verdiene.
Hansbaer hat das sehr ausführlich erläutert. Genauso ist es.
Vielen Dank für dein sehr umfangreiches Wissen.
Grüsse aus Göteborg
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Hiltrud Baier
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Re: Überwachungsstaat
nein, mir war das nicht bekannt, bevor ich hierher kam.
Und ich finde es auch nicht in Ordnung, dass jedes Jahr Listen von Verdiensten in der
Zeitung veröffentlicht werden, in denen bekannt gemacht wird, welcher wieder am
meisten verdient hat.
Vor allem finde ich es auch deshalb verwerflich, weil die Regierung das Öffentlichkeitsprinzip
in ihren eigenen Angelegenheiten nicht anwendet. Wenn irgendetwas verheimlicht werden soll,
wird das gemacht. Beispielsweise beim Estonia-Unglück.
Gruß aus Jokkmokk von
Hiltrud
Und ich finde es auch nicht in Ordnung, dass jedes Jahr Listen von Verdiensten in der
Zeitung veröffentlicht werden, in denen bekannt gemacht wird, welcher wieder am
meisten verdient hat.
Vor allem finde ich es auch deshalb verwerflich, weil die Regierung das Öffentlichkeitsprinzip
in ihren eigenen Angelegenheiten nicht anwendet. Wenn irgendetwas verheimlicht werden soll,
wird das gemacht. Beispielsweise beim Estonia-Unglück.
Gruß aus Jokkmokk von
Hiltrud
Re: Überwachungsstaat
Ja nun, Hiltrud, du wirst wohl nicht im Ernst erwarten, dass irgendein Staat der Welt Geheimdienstoperationen oder geheime internationale Kooperationen an die Nachrichtenagenturen gibt. Das mag man bewerten wie man will. So etwas geschieht in der Welt dauernd, siehe jetzt gerade mit dem vor Gotland angeblich mit einem aus dem Baltikum angereisten Schlauchboot entführten Frachter, der dann unprogrammgemäß vor den Augen der Welt und von aller Welt gesucht und nach genauer Verfolgung seines Weges überraschend wiedergefunden wurde. Über dessen Hintergründe wird die Öffentlichkeit wohl noch in 10 Jahren genauso rätseln wie über den Palmemord.
Leute mit Mut und Charakter sind den anderen Leuten immer sehr unheimlich. (Hermann Hesse)
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Stockholmsbo
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Re: Überwachungsstaat
Hej,
ich habe das mal ausprobiert. In unserer Gegend sind nur einige Leute, gemessen an der Gesamtbevölkerung aufgelistet. Ich habe mich selbst nicht gefunden. Vielleicht wird man ab einem bestimmten Einkommen "interessant"?
Ein bisschen komisch finde ich das schon .......
ich habe das mal ausprobiert. In unserer Gegend sind nur einige Leute, gemessen an der Gesamtbevölkerung aufgelistet. Ich habe mich selbst nicht gefunden. Vielleicht wird man ab einem bestimmten Einkommen "interessant"?
Ein bisschen komisch finde ich das schon .......
Re: Überwachungsstaat
Man sollte dabei auch berücksichtigen, dass gut 1,5 Millionen Einwohner Schwedens unter 15 Jahre sind und daher wahrscheinlich noch nie eine Steuererklärung eingereicht habe. Diese wird man dort kaum finden.
Allgemein drängt sich aber auch der Verdacht auf, dass Extrakoll gar keinen direkten Zugang zu den Daten des Skatteverket hat. Das macht die Sache nur noch fragwürdiger, denn dann muss man sich wundern, woher die Daten denn nun stammen.
Allgemein drängt sich aber auch der Verdacht auf, dass Extrakoll gar keinen direkten Zugang zu den Daten des Skatteverket hat. Das macht die Sache nur noch fragwürdiger, denn dann muss man sich wundern, woher die Daten denn nun stammen.
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heizerbamse
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Re: Überwachungsstaat
Ich hab doch nichts zu verbergen, darum rege ich mich über den gläsernen Bürger auch nicht auf. In D.. weiß der Staat auch alles über jeden, es wird nur nicht publik gemacht wegen dem sog. Datenschutz. Dieser ist sowieso der reinste Hohn.
Und ich sage es ganz deutlich: wer sich über solche Lapalien aufregt, gehört nicht hierher. Das wußte man vor seiner Auswanderung oder man hat sich nicht informiert.
Und ich sage es ganz deutlich: wer sich über solche Lapalien aufregt, gehört nicht hierher. Das wußte man vor seiner Auswanderung oder man hat sich nicht informiert.
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Stockholmsbo
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Re: Überwachungsstaat
Also, was ich damit sagen wollte war, dass diejenigen, die ich aus unserem Unkreis gefunden habe, meist Frauen waren. Deren Ehemänner, die ja auch arbeiten, waren nicht aufgelistet. Ich war nicht dabei, mein Mann war nicht dabei, unsere Nachbarin war dabei.
"Gläsern" zu sein nach einem Öffentlichkeitsprinzip, dass gesetzlich geregelt ist, ist ok. Aber es ist nicht ok, Datenmissbrauch zu betreiben und Daten zu verkaufen!!
An meinen Vorredner:
Wer "hierher gehört" und wer nicht, ist immernoch dessen eigene Entscheidung. Abgesehen davon habe ich bei der Einreise nach Schweden nicht mein Gehirn beim Migrationsverket abgegeben. Denken ist also erlaubt und kritisches Hinterfragen auch.
"Gläsern" zu sein nach einem Öffentlichkeitsprinzip, dass gesetzlich geregelt ist, ist ok. Aber es ist nicht ok, Datenmissbrauch zu betreiben und Daten zu verkaufen!!
An meinen Vorredner:
Wer "hierher gehört" und wer nicht, ist immernoch dessen eigene Entscheidung. Abgesehen davon habe ich bei der Einreise nach Schweden nicht mein Gehirn beim Migrationsverket abgegeben. Denken ist also erlaubt und kritisches Hinterfragen auch.
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heizerbamse
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Re: Überwachungsstaat
Hej,
sind die Angaben in extrakoll.se eigentlich brutto oder netto?
Wenn die Angaben brutto sind, verdient mein Nachbar doch gar nicht so viel, wie er einem immer glauben machen möchte.
Ich habe auch keine Geheimnisse, kann jeder wissen, das ich ein armer Schlucker bin!
Viele Gruesse
aus Ångermanland
Cujo
sind die Angaben in extrakoll.se eigentlich brutto oder netto?
Wenn die Angaben brutto sind, verdient mein Nachbar doch gar nicht so viel, wie er einem immer glauben machen möchte.
Ich habe auch keine Geheimnisse, kann jeder wissen, das ich ein armer Schlucker bin!
Viele Gruesse
aus Ångermanland
Cujo
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Framsidan
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Re: Überwachungsstaat
Ja aber man sollte sich halt vorher informieren und entscheiden ob man das akzeptieren kann oder auch nicht.Stockholmsbo hat geschrieben: An meinen Vorredner:
Wer "hierher gehört" und wer nicht, ist immernoch dessen eigene Entscheidung. Abgesehen davon habe ich bei der Einreise nach Schweden nicht mein Gehirn beim Migrationsverket abgegeben. Denken ist also erlaubt und kritisches Hinterfragen auch.
Erst ist Schweden das Traumland wo man unbedingt hin muss und dann wird gemeckert. Und man liest viel Meckerei hier.
Wenn ich in ein fremdes Land auswandere muss ich mich anpassen, das Land passt sich nich tmir an. Klar, mich stört auch einiges aber ich doch doch nich tdauernd rummeckern über dieses oder jenes. Das wusste man vorher oder falls man es nicht wusste dann ist es der eigene Fehler des einwanderers.
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heizerbamse
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Re: Überwachungsstaat
tack framsidan, das ist genau das. Und diese Stänkerei ist in meinen Augen typisch deutsch. Und damit wollte ich auch gesagt haben: "der gehört nicht hieher". Es ist aber in allen Foren zu lesen. Erst ist es so toll in Schweden und dann wird gemeckert.
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Stockholmsbo
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Re: Überwachungsstaat
Also, ich hatte eigentlich nicht so oft den Eindruck, dass ich mich in einem "Meckerforum" befinde und ich kann manchmal wirklich nicht verstehen, warum alles Kritische als "Meckerei" bewertet wird? Kritik und Meckern sind wirklich zwei verschiedene Dinge.
Ich hatte es so aufgefasst, dass Hiltrud Baier eine negative Entdeckung gemacht hat und eben diese dem Forum mitteilte. O.k., sie hat nichts vom Öffentlichkeitsprinzip gewusst, als sie hierher kam, wo ist das Problem? Man lernt alles mit der Zeit. Seid Ihr nie frustriert über die Dinge, die Euch manchmal zustossen? Werdet Ihr nie diskriminiert?
Ich hatte es so aufgefasst, dass Hiltrud Baier eine negative Entdeckung gemacht hat und eben diese dem Forum mitteilte. O.k., sie hat nichts vom Öffentlichkeitsprinzip gewusst, als sie hierher kam, wo ist das Problem? Man lernt alles mit der Zeit. Seid Ihr nie frustriert über die Dinge, die Euch manchmal zustossen? Werdet Ihr nie diskriminiert?
Re: Überwachungsstaat
Was ist mit den Politikern in Deutschland? Da wird auch jedes Jahr öffentlich bekannt gemacht wieviel sie verdienen und wieviel Rente sie mal bekommen... *lach*Hiltrud Baier hat geschrieben:Und ich finde es auch nicht in Ordnung, dass jedes Jahr Listen von Verdiensten in der
Zeitung veröffentlicht werden, in denen bekannt gemacht wird, welcher wieder am
meisten verdient hat.
...
Gruß aus Jokkmokk von
Hiltrud
Ich finde das auch nicht schlimm dass in Schweden eigentlich jeder weiß was sein Nachbar verdient... Wenn mich jemand fragt rede ich hier in Deutschland auch ganz offen drüber.
Schweden - das geilste Land der Welt ! ! !
FCH bis in den Tod! Ist ja auch schon Schweden... Südschweden!
FCH bis in den Tod! Ist ja auch schon Schweden... Südschweden!
Re: Überwachungsstaat
Als ich mit meinem schwedischen Freund zusammen kam, mußte ich mich auch erst mal dran gewöhnen, dass er so offen über das Thema Geldverdienen gesprochen hat. Und die Leute in unserem Bekanntenkreis eigentlich auch. aber mit der zeit war das dann ganz normal. Ich denke, für die Schweden gehört das einfach dazu.
Re: Überwachungsstaat
Kommt euch, die ihr das so harmlos und völlig normal findet, dass z. B. die Einkommen veröffentlicht werden, nicht auch mal der Gedanke, dass es möglicherweise auch Leute gibt, die finden, dass es sogar äußerst praktisch sein kann, so einen Blick in den Taxeringskalender von Stockholm zu werfen - eine Liste mit Namen und Adressen aller Personen, bei denen es sich lohnen könnte, mal vorbei zu schauen ....
Es gibt hier in Göteborg z. B. jeden Sommer Einbruchswellen in den besser gestellten Stadtteilen - zumeist gelingt es der Polizei nie, die Täter zu finden - die lapidare Auskunft: Es ist wahrscheinlich wieder eine Gruppe aus Osteuropa unterwegs ...
Ist doch praktisch, wenn man vorher schon mal nachschauen kann, wo es sich möglicherweise auch wirklich lohnt - oder?
Außerdem werden die Daten aus dem Taxeringskalender auch von diversen Firmen/Versicherungen usw. genutzt - gezielte Reklame, Versicherungsangebote usw. an Leute, die über einer gewissen Einkommensgrenze liegen, zu schicken ... usw.
Im Taxeringskalender werden tatsächlich nicht alle aufgelistet - es gibt eine Gruppe von Leuten, die weniger interessant ist - z. B. wurden in den Taxeringskalender von 2005 in meinem Län nur Personen aufgenommen, die über einer Einkommensgrenze von 160.000 SEK im Jahr brutto lagen (Männer) und Frauen, die über 125.000 SEK hatten.
In Stockholm dürften diese Grenzen um einiges höher liegen, da die Durschnittseinkommen dort auch höher sind ...
Im Land der Gleichen, Gerechten und Gutgläubigen scheint es beim Öffentlichkeitsprinzip auch Unterschiede zu geben ...
Und welchen Sinn macht es, einen solchen Kalender zu veröffentlichen - außer, dass der Kalenderförlaget sich jedes Jahr seine Einnahmen sichert? Übrigens ein stolzer Preis - pro Band - 239 SEK inkl. Porto/Moms.
Den Taxeringskalender kann ich mir ja auch völlig anonym in jeder Buchhandlung kaufen - wo ist denn da der Unterschied zu der Bekanntgabe der Infos auf dem Netz?
Für mich macht dies überhaupt keinen Sinn - außer, dass es den Neid der Leute anfacht oder die Neugier einiger befriedigt - nicht umsonst wird für den Taxeringskalender wie folgt geworben:
Vill du veta vad din granne, kollega eller chef tjänar? Beställ Taxeringskalendern idag!
Eine Unsitte - mit der man in einer modernen und immer globaler werdenden Welt auch aufhören könnte. Nicht alles, was in Schweden lustig und Tradition ist (Taxeringskalendern - Originalet sedan 1903!), ist auch gut. Das darf man ruhig auch kritisieren.
Es gibt hier in Göteborg z. B. jeden Sommer Einbruchswellen in den besser gestellten Stadtteilen - zumeist gelingt es der Polizei nie, die Täter zu finden - die lapidare Auskunft: Es ist wahrscheinlich wieder eine Gruppe aus Osteuropa unterwegs ...
Ist doch praktisch, wenn man vorher schon mal nachschauen kann, wo es sich möglicherweise auch wirklich lohnt - oder?
Außerdem werden die Daten aus dem Taxeringskalender auch von diversen Firmen/Versicherungen usw. genutzt - gezielte Reklame, Versicherungsangebote usw. an Leute, die über einer gewissen Einkommensgrenze liegen, zu schicken ... usw.
Im Taxeringskalender werden tatsächlich nicht alle aufgelistet - es gibt eine Gruppe von Leuten, die weniger interessant ist - z. B. wurden in den Taxeringskalender von 2005 in meinem Län nur Personen aufgenommen, die über einer Einkommensgrenze von 160.000 SEK im Jahr brutto lagen (Männer) und Frauen, die über 125.000 SEK hatten.
In Stockholm dürften diese Grenzen um einiges höher liegen, da die Durschnittseinkommen dort auch höher sind ...
Im Land der Gleichen, Gerechten und Gutgläubigen scheint es beim Öffentlichkeitsprinzip auch Unterschiede zu geben ...
Und welchen Sinn macht es, einen solchen Kalender zu veröffentlichen - außer, dass der Kalenderförlaget sich jedes Jahr seine Einnahmen sichert? Übrigens ein stolzer Preis - pro Band - 239 SEK inkl. Porto/Moms.
Den Taxeringskalender kann ich mir ja auch völlig anonym in jeder Buchhandlung kaufen - wo ist denn da der Unterschied zu der Bekanntgabe der Infos auf dem Netz?
Für mich macht dies überhaupt keinen Sinn - außer, dass es den Neid der Leute anfacht oder die Neugier einiger befriedigt - nicht umsonst wird für den Taxeringskalender wie folgt geworben:
Vill du veta vad din granne, kollega eller chef tjänar? Beställ Taxeringskalendern idag!
Eine Unsitte - mit der man in einer modernen und immer globaler werdenden Welt auch aufhören könnte. Nicht alles, was in Schweden lustig und Tradition ist (Taxeringskalendern - Originalet sedan 1903!), ist auch gut. Das darf man ruhig auch kritisieren.
Re: Überwachungsstaat
Hier in Deutschland wissen die Profieeinbrecher auch ohne Liste, wo ws sich lohnen könnte. Einfach anhand der Wohngegend und der jeweiligen Häuser und Autos.
Leute mit Mut und Charakter sind den anderen Leuten immer sehr unheimlich. (Hermann Hesse)
Re: Überwachungsstaat
Da in Schweden - ähnlich wie in den USA das Meiste auf "Kredit" gekauft wird - ist es wohl cleverer, erst mal in einer Liste nachzuschauen, ob es sich tatsächlich lohnt ... nicht jeder glänzende BMW vor jeder neuen Villa zeugt von Wohlstand. Der moderne schwedische Wohlfahrtsstaat gründet sich auf den beiden K's - KREDIT und KONSUM ...Hier in Deutschland wissen die Profieeinbrecher auch ohne Liste, wo ws sich lohnen könnte. Einfach anhand der Wohngegend und der jeweiligen Häuser und Autos.
Re: Überwachungsstaat
Ja und? Ws interessiert es den Einbrecher, ob die Beute auf Kredit gekauft wurde?
Leute mit Mut und Charakter sind den anderen Leuten immer sehr unheimlich. (Hermann Hesse)
Re: Überwachungsstaat
Hej,
das klingt hier alles ein bisschen naiv...
Es wird ueberall nur mit Wasser gekocht.
Man glaubt gar nicht was man in Deutschland alles fuer Adresslisten kaufen kann um gezielt zu werben!!!
Eine Liste nur mit gut verdienende Ärzte..Familie mit Kinder, ohne Kinder, mit Ferienhaus oder nicht..usw.
Ueberhaupt kein problem, man kann Listen bekommen mit 1000 Adressen oder mit 10.000...was man braucht.
Und es ist doch wie bei kleine Kinder, was man verbietet wird interessant.
Hier ist es öffentlich, und es interessiert kein "Schwein".
Und Diebe sehen tatsächlich auch so wo es was zu holen gibt,
dafuer brauchen die keine Liste, weil das was ich verdiene liegt ja nicht in meine Stube rum...
Man muss das alles ein wenig entspannter sehen, das lebt sich einfacher
Hejdå, Alex
das klingt hier alles ein bisschen naiv...
Es wird ueberall nur mit Wasser gekocht.
Man glaubt gar nicht was man in Deutschland alles fuer Adresslisten kaufen kann um gezielt zu werben!!!
Eine Liste nur mit gut verdienende Ärzte..Familie mit Kinder, ohne Kinder, mit Ferienhaus oder nicht..usw.
Ueberhaupt kein problem, man kann Listen bekommen mit 1000 Adressen oder mit 10.000...was man braucht.
Und es ist doch wie bei kleine Kinder, was man verbietet wird interessant.
Hier ist es öffentlich, und es interessiert kein "Schwein".
Und Diebe sehen tatsächlich auch so wo es was zu holen gibt,
dafuer brauchen die keine Liste, weil das was ich verdiene liegt ja nicht in meine Stube rum...
Man muss das alles ein wenig entspannter sehen, das lebt sich einfacher
Hejdå, Alex
VH Alex
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BalticProducts
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Re: Überwachungsstaat
Liebe Hiltrud, daß die Schweden die Gehälter aller Bürger offen legen, ist ein alter Hut. Deine Aufregung kann ich nicht nachvollziehen. Dies betrifft ebenfalls den Bezug zum Estonia Unglück. Das SVT hat schon vor längerer Zeit eine Dokumentation ausgestrahlt, in der Hintergründe sehr offen hinterfragt wurden und die zuständigen schwedischen Behörden auch sehr konstruktiv auf Fragen der Reporter antworteten.Hiltrud Baier hat geschrieben:nein, mir war das nicht bekannt, bevor ich hierher kam...Beispielsweise beim Estonia-Unglück.
Hiltrud
Wenn das Verdiensproblem wirklich für Dich so ein Problem ist, dann gibt es eigentlich nur eine Lösung...
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heizerbamse
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- Aelve
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Re: Überwachungsstaat
Hallo Framsidan,
da bin ich genau Deiner Meinung. Man kann nicht in ein anderes Land ziehen, meistens aus den Gründen, dass es einem im Heimatland nicht mehr gefallen hat und dann denken, dass man alles umkrempeln kann. Und schon gar nicht solche grundlegenden Sachen wie das Öffentlichkeitsprinzip in Schweden. In Deutschland werden auch die Daten zwischen den Behörden ausgetauscht, der Unterschied in D ist, dass man als Privatmann keinen Einblick hat, aber wer beim Staat arbeitet, der hat die Möglichkeit Daten von den Bürgern einzusehen und sich auch über den Bürger auszutauschen. Mir ist es lieber, wenn ich weiß, dass jeder nachschauen kann, was ich verdiene, als wenn ich weiß, dass es nur bestimmte Leute können.
Grüße Aelve
da bin ich genau Deiner Meinung. Man kann nicht in ein anderes Land ziehen, meistens aus den Gründen, dass es einem im Heimatland nicht mehr gefallen hat und dann denken, dass man alles umkrempeln kann. Und schon gar nicht solche grundlegenden Sachen wie das Öffentlichkeitsprinzip in Schweden. In Deutschland werden auch die Daten zwischen den Behörden ausgetauscht, der Unterschied in D ist, dass man als Privatmann keinen Einblick hat, aber wer beim Staat arbeitet, der hat die Möglichkeit Daten von den Bürgern einzusehen und sich auch über den Bürger auszutauschen. Mir ist es lieber, wenn ich weiß, dass jeder nachschauen kann, was ich verdiene, als wenn ich weiß, dass es nur bestimmte Leute können.
Grüße Aelve
So arbeiten, als könnte man ewig leben. So leben, als müsste man täglich sterben.
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karl69
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Re: Überwachungsstaat
Ich finde die Art wie hier mir Kritik umgegangen wird, extrem unhöflich (siehe "wenn's dir in Schweden nicht gefällt dann geh doch" und die darauffolgenden Sympathiebekundungen für diese unhöfliche Art).
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Aber so ist es ja meistens: Wenn einem die Argument ausgehen, dann wird's persönlich und beleidigend...
So richtig kann ich Eure Einstellung zum Thema Datenschutz nicht teilen... Ich denke, es hat schon ein Grund, dass man diese Daten "persönlich" nennt. Es sollte das Recht eines jeden sein, selbst zu bestimmen, welche Daten er über sich Preis gibt und öffentlich zugänglich macht.
Als IT-Sicherheits-Fachmann kann ich nur sagen, dass der lasche Umgang mit diesen Daten hier in Schweden doch von einer gewissen Naivität zeugt. Es mag ja sein, dass es in Schweden eine Tradition gibt, vor den anderen nichts zu verbergen. Ich finde diese Tradition auch gut, da Sie vermutlich eher dazu beiträgt eine sehr "deutsche" Eigenschaft wie den Neid zu verhindern.
Aber wir sind nun mal im Zeitalter der Computerkriminalität angekommen und da ist ein gewisses Umdenken diesbezüglich notwendig...
Karl
Aber so ist es ja meistens: Wenn einem die Argument ausgehen, dann wird's persönlich und beleidigend...
So richtig kann ich Eure Einstellung zum Thema Datenschutz nicht teilen... Ich denke, es hat schon ein Grund, dass man diese Daten "persönlich" nennt. Es sollte das Recht eines jeden sein, selbst zu bestimmen, welche Daten er über sich Preis gibt und öffentlich zugänglich macht.
Als IT-Sicherheits-Fachmann kann ich nur sagen, dass der lasche Umgang mit diesen Daten hier in Schweden doch von einer gewissen Naivität zeugt. Es mag ja sein, dass es in Schweden eine Tradition gibt, vor den anderen nichts zu verbergen. Ich finde diese Tradition auch gut, da Sie vermutlich eher dazu beiträgt eine sehr "deutsche" Eigenschaft wie den Neid zu verhindern.
Aber wir sind nun mal im Zeitalter der Computerkriminalität angekommen und da ist ein gewisses Umdenken diesbezüglich notwendig...
Karl
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Re: Überwachungsstaat
....nein Karl, Neid ist eine urschwedische Eigenschaft und dieses Offenheitsprinzip schuert dies noch ... Jantelagen sitzt immernoch fest in den meisten Köpfen .... keiner ist besser als der andere, keiner soll mehr haben als der andere ...karl69 hat geschrieben: Ich finde diese Tradition auch gut, da Sie vermutlich eher dazu beiträgt eine sehr "deutsche" Eigenschaft wie den Neid zu verhindern.
Karl
Tyck inte illa om att bli gammal, var glad att du fått chansen.
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Framsidan
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Re: Überwachungsstaat
Faxälva pratar du om kungliga svenka avundsjukan?Faxälva hat geschrieben:....nein Karl, Neid ist eine urschwedische Eigenschaft und dieses Offenheitsprinzip schuert dies noch ... Jantelagen sitzt immernoch fest in den meisten Köpfen .... keiner ist besser als der andere, keiner soll mehr haben als der andere ...karl69 hat geschrieben: Ich finde diese Tradition auch gut, da Sie vermutlich eher dazu beiträgt eine sehr "deutsche" Eigenschaft wie den Neid zu verhindern.
Karl
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