Unterstützung für den Euro wächst

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Karsten
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Unterstützung für den Euro wächst

Beitrag von Karsten »

Der Euro erfreut sich wachsender Beliebtheit in Schweden. Wie das Statistische Zentralbüro mitteilte, sprachen sich im Mai 43 Prozent der Schweden für die Einführung der europäischen Gemeinschaftswährung aus, 42 Prozent sind weiterhin dagegen.

Das ist der geringste Abstand zwischen Befürwortern und Gegnern des Euro seit der Volksabstimmung im Jahr 2003. Damals hatte sich eine Mehrheit von 56 Prozent gegen den Euro ausgesprochen. Drei der vier bürgerlichen Regierungsparteien haben sich inzwischen für ein erneutes Euro-Refendum nach der Reichstagswahl 2010 ausgesprochen.

(Quelle: Radio Schweden)
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goteborgcity
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pro und kontra

Beitrag von goteborgcity »

Klar wächst im Moment das JA, da sich die Schweden wegen dem schlechten Kurs einen Auslandsurlaub kaum noch leisten können, aber es gibt auch eine panische Angst davor, dass durch einen Umstieg auf den Euro die nationalen Preise gewaltig ansteigen. Wenn es der schwedischen Wirtschaft besser gehen würde, so wäre das Nein zum Euro immer noch so deutlich, dass wohl kein Euro eingeführt würde. Es heisst also abwarten.
hansbaer
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Beitrag von hansbaer »

Von panischer Angst würde ich nicht sprechen. Für Schweden ist Inflation ohnehin anscheinend nichts furchteinflößendes. In den 80er Jahren hatte man teilweise 10% und mehr im Jahr. Die Fixierung auf eine reale oder zumindest gefühlte Preisstabilität ist bei den Schweden anscheinend weit weniger ausgeprägt als bei den Deutschen. Mir schien 2003, die Debatte drehte sich mehr darum, dass man die Kontrolle über die Währung selbst haben will - was einem modernen Zentralbanksystem ohnehin zuwiderläuft.

2003 gab es noch wenig (Urlaubs-)Erfahrung mit dem Euro und die Dänen hatten abgelehnt. Heute ist das anders. Bei den Europawahlen wurden in Schweden gerade die Parteien abgestraft, die sich gegen die EU stellen. Spätestens 2011 werden die Dänen abstimmen, und das voraussichtlich mit Ja (die haben den Euro ohnehin eigentlich schon). Die Isländer werden bis dahin auch schon auf dem Weg in die EU (und Richtung Euro) sein, und das Baltikum wäre ja schon längst gerne Eurozone. Eine neuerliche Abstimmung wird also in einer ziemlich veränderten Situation stattfinden.
Wolfgang B.
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Beitrag von Wolfgang B. »

Was passiert mit dem Euro wenn Deutschland zahlungsunfähig ist,also seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann????

Währen die Schweden,deren Staatsfinanzen in einer deutlich besseren Verfassung sind dann auch ruiniert?

so long
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hansbaer
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Beitrag von hansbaer »

Wolfgang B. hat geschrieben:Was passiert mit dem Euro wenn Deutschland zahlungsunfähig ist,also seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann????
Wir hatten ja gerade die Situtaion, dass Irland und Griechenland schwer ins Schlingern geraten sind. Wenn ein Euro-Staat pleite ginge, wäre das natürlich ein großes Problem - allerdings wäre das dann eher so, dass die Gemeinschaft als gesamtes für ihn einsteht. Jeder Euro-Staat ist ja dazu angehalten, solide zu wirtschaften. Bei Irland war es nun so, dass eine Phase des Wachstums umschlug und die Steuereinnahmen massiv wegbrachen.

Trotz der aktuellen Rekordneuverschuldung ist Deutschland weit entfernt von Zahlungsunfähigkeit und hat nach wie vor ein AAA-Rating, soweit ich weiß. Frankreich und ganz besonders Italien haben relativ gesehen mehr Schulden und kommen damit auch gut klar.
Wolfgang B.
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Beitrag von Wolfgang B. »

Mich hat schon immer gewundert waum das Vertrauen der Kapitalmärkte
in Deutschland offenbar unbegrenzt ist.
Was heist schon AAA raiting?
Die Lehmann Pappiere hatten auch ein gutes raiting aber irgend wann ist halt das Ende der Fahnenstange erreicht.
Der Finanzminister äusserte sich ja auch schon in der Richtung.
Ich habe den Verdacht,das der EURO mit der Kreditwuerdigkeit von Deutschland steht und fällt.
Vielleicht ist ja irgendwann die chinesische Wärung Weltleitwärung.

so long
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Birkenlund
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Beitrag von Birkenlund »

Ich bin GEGEN den Euro, das war ich schon hier in Deutschland, ich hätte lieber die D-Mark behalten. Sicher ist es manchmal einfacher, weil man nicht mehr in jedem Land Geld wechseln muss, aber was der Euro so bisher alles mit sich gezogen hat - nee ich hätte lieber wieder die alten Zeiten.

Und in Schweden könnte ich mich nur schwer daran gewöhnen, wenn man plötzlich "kleine" Summen hat, sprich von 28,- SEK auf 3,00€ für einen Obstsalat geht. :?
Wolfgang B.
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Beitrag von Wolfgang B. »

Mit der Abschaffung der Krone wuerde auch wieder ein Stueck Identität
verlohren gehen,dann noch das Königshaus weg und dafuer einen Präsidenten und Amtssprache am besten englisch.
Das wuerde auch die Integration von Einwanderern deutlich erleichtern.
Alles was Schweden ausmacht wuerde nach und nach verschwinden,die
Gesellschaft lässt sich dann auch leichter entsolidarisieren.
Vielleicht muss das ja so sein.

so long
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