Jobchancen in Schweden

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Petrak
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Jobchancen in Schweden

Beitrag von Petrak »

Hallo zusammen,

nach langem mitlesen hier im tollen Forum, will ich nun auch ein Frage stellen.

Erstmal zu meiner Person.

Ich bin 24 Jahre alt und spiele schon seit 5 Jahren mit dem Gedanken, nach Schweden auszuwandern.
Eine abgeschlossene Ausbildung habe ich als Verfahrensmechaniker Kunststoff und Kautschuktechnik (frühere Bezeichnung: Kunststoffformgeber). Erfahrungen konnte ich in diesem Beruf als Schichtleiter (mit Qualifikation) und Sicherheitsbeauftragter (ebenfalls mit Qualifikation) sammeln.
Mein jetziges Studium als Wirtschaftsingenieur habe ich nun leider nicht geschafft (2. Bildungsweg). Daher denke ich wieder intensiv daran auszuwandern.
Seit 4 Jahren verbringe ich mit meiner Lebensgefährtin (23) den Urlaub in Schweden und uns gefällt es dort sehr.
Die Schwedische Sprache beherrsche ich leider noch nicht (dafür aber Englisch).
Da ich jedoch weis, dass die Chancen ohne der Schwedischen Sprache sich Richtung Null bewegt, möchte ich auf alle Fälle erst die Sprache lernen. Zumal ich sowieso erstmal ein Jahr Arbeiten möchte um etwas Geld auf die Seite zu legen. In dieser Zeit - denke ich zumindest - ist es auf jeden Fall möglich den Grundwortschatz sich beizubringen wenn man sich reinhängt.

Am liebsten würde ich in die nähe Göteborgs ziehen, da mir die Gegend dort am meisten gefällt.

Nun zu der eigentlichen Frage:
Das es in der jetzigen Zeit nicht unbedingt einfach ist eine Stelle zu finden ist mir klar. Denoch bin ich zuversichtlich, dass ich dort nach einer intensive Arbeitssuche einen Stelle finden würde.

Die Frage ist nur, wie sieht es für meine Lebensgefährtin aus? Sie hat eine abgeschlossene Ausbildung als Zierpflanzengärtnerin und arbeitet zur Zeit als Verkäuferin in einem sogenannten Gartenmarkt.
Hätte sie, nachdem sie natürlich auch die Sprache gelernt hat, dort Chancen Fuß zu fassen oder ist es mit Ihrer Ausbildung und Berufserfahrung eher schlecht als recht?

Würde mich sehr über eure Erfahrungen und Antworten hören.

Petrak
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Wolfgang B.
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Beitrag von Wolfgang B. »

Hier in Schweden gibt es eine Kette,die heisst Plantagen.Immer sehr grosse Läden!
Die suchen öfters Leute mit der Qualifikation deiner Frau.
Wenn die Konjunktur wieder anspringt wird es auch fuer dich gute Chansen
geben.Die Sprache ist natuerlich ein Muss!!!!!!
Die Arbeitsämter in S. uebersetzen eure Qualifikationsnachweise gratis.
Zu mindest haben die das in Uddevalla fuer mich gemacht.

Viel Erfolg!
Wer Rechtschreibfehler findet darf diese behalten.
Sie dienen der allgemeinen Erheiterung.
Petrak
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Beitrag von Petrak »

Stimmt, an Plantagen sind wir schon oft vorbei gefahren und da meinte ich zu Ihr ob wir nicht gleich nachfragen sollen, ob eine Stelle frei wäre :D
Naja, so spontan war meine Lebensgefährtin auch wieder nicht
:roll:

Aber danke für den Tipp, Plantagen hatte ich schon völlig vergessen^^
Framsidan
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Beitrag von Framsidan »

An Plantagen hatte ich auch gedacht, gibt ja mehrere in/um göteborg

"Blomsterlandet" gibt es auch 3 mal in Göteborg und Partille ausserhalb Göteborg.
Petrak
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Beitrag von Petrak »

na da hätte sie einige möglichkeiten sich zu bewerben. hättes es nicht gedacht... danke noch mal für eure antworten.

achja, ist es sinvoll auch arbeitszeugnisse übersetzen zu lassen oder langen nur die qualifikationen?
nightbow
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Beitrag von nightbow »

(gelöscht - sorry leute)
Zuletzt geändert von nightbow am 5. März 2010 12:19, insgesamt 1-mal geändert.
Framsidan
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Beitrag von Framsidan »

Petrak wenn du auf die Seite von Plantagen gehst dann haben sie auch freie Jobbs där. Gestern war aber nur einer in Helsingborg.

Aber sie muss schwedisch lernen da sie ja in einem GC viel Kundkontakt hat.
Petrak
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Beitrag von Petrak »

richtig, da müsste sie (ich natürlich auch) sich richtig reinkniehen um die sprache zu lernen.

um die sprache zu lernen habe ich vor einem jahr schwedisch aktiv für den pc gekauft. aber durch mein stressiges studium hatte ich noch keine gelegenheit es auszuprobieren. kennt es jemand von euch?

am liebesten würde ich die sprache an einem hochschulkurs lernen, nur ist der nähste kurs ein gutes stück entfernt.

achja, wie sieht es aus mit mietwohnungen/häuser in S aus? persönlich würde ich erst ein haus kaufen, wenn ich dort fuß gefasst habe.
oder würdet ihr sogar mietkauf empfehlen? (davon habe ich bis jetzt noch nicht viel gehalten)
nightbow
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Beitrag von nightbow »

(gelöscht - sorry leute)
Zuletzt geändert von nightbow am 5. März 2010 12:19, insgesamt 1-mal geändert.
Framsidan
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Beitrag von Framsidan »

Bostadsrätt ist gut, wohne selber in einem. Aber die sind ja mittlerweile auch ziemlich teuer geworden.

Aber ich finde man soll am anfang nur mieten. Erst mal sehen ob es euch passt/gefällt und das dauert ja etwas.

Ist es wirklich das was ihr wollt dann könnt ihr ja anfangen etwas eigenes zu suchen.

Freie Wohnungen in göteborg sind schwer zu finden, da muss man schon bereit sein in Randgebiete zu gehen oder etwas ausserhalb.
Petrak
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Beitrag von Petrak »

direkt in göteborg möchten wir sowieso nicht wohnen. eine kleinstadt oder eher ein dorf nähe göteborg würde uns mehr reizen.
wir lieben die natur und in der natur würden wir gerne leben. da nehme ich sehr gerne einen längeren anfahrtsweg ins geschäft in kauf. aber auf eine größere stadt möchte ich nicht verzichten. da göteborg mir sehr gefällt und auch die gegend, stelle ich mir was in der nähe vor. aber anfangs kann man sich nicht immer alles aussuchen. wird sich dann dort zeigen wohin es einen verschlägt.

kennt ihr noch eine immobilienseite? ich kenne nur ekeby.cc. interessehalber würde ich mich jetzt schon mal nach häusern umschauen.

achja, da wir dort schon mal ein ferienhaus kaufen wollten, so kenne ich mich schon mit hauskauf in S aus. wie sieht es aber aus mit finanzierung? für das ferienhaus hätten wir das geld, nur für ein wohnhaus nicht. ist es dort so ähnlich wie in deutschland? sprich 1/3 ersparnis und rest finanzierung?
strillo
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Beitrag von strillo »

Bei den Blumenpreisen in Schweden sollte sogar ein gutes Gehalt rausspringen;) Ist schon interessant wie teuer hier Blumen sind im Vergleich zu Deutschland.
Was den Wohnort angeht kann ich nur raten an die Anbindung zum Västtrafik zu achten. Wir wohnen auch am Stadtrand, eher dörflich. Aber wir haben die Busstation direkt vor der Tür. In 35 Minuten sind wir an der Centralstion. Zur Wohnungssuche kann ich nichts sagen, wir wurden beim Auswandern unterstützt. Aber versuchts doch mal bei blocket.se
Da hat ein Kollege gerade ein tolles Haus zum mieten gefunden.
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Tysklander
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Beitrag von Tysklander »

hej Petrak,

gerade gestern kam im Radio die Meldung das im Raum Göteborg die grösste schwedische Kunststofffirma (Kopfstuetzen fuer Saab usw.) von der Pleite bedroht ist.


hälsningar från Dalarna :flagge3:
Tysklander
Den som inte griper sin chans kommer att grubbla på den resten av sitt liv.
Petrak
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Beitrag von Petrak »

Ohje, dass ist aber schlecht. Aber ich denke mal nicht, dass es die einzigste Firma dort ist. Zumal ich mir auch was ganz anderes vorstellen könnte - Hauptsache weg von hier^^.

Aber wie gesagt, erstmal die Sprache lernen und dann wird nach Arbeit geschaut.

Also, danke noch mal an alle die mir meine Fragen beantworten und mir somit weiterhelfen konnten.

Gruß Petrak
Petrak
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Beitrag von Petrak »

danke für den tipp.
30 € wäre es mir auf jedenfall wert. schließlich hat schwedisch aktiv glaube 60 € gekostet. werde mal beide vergleichen und mal schauen mit was man schneller ans ziel kommt, denn sprachkurs ist nicht gleich sprachkurs.

mir würde noch interessieren, wie lange ihr gebraucht habt um euch in schweden verständigen zu können. natürlich haben die einen sprachtalent, andere eher weniger. aber eine durchschnittszeit könnte man denk ich mal nennen.

wenn ich in schweden bin und dort z.b. was lese, verstehe ich es teils da man mit deutsch und englischkenntnissen sich den text zusammenreimen kann.
nur mit der aussprache tu ich mich schwer. ging es euch allen so am anfang???
Gast

Beitrag von Gast »

Alles ist relativ.
Unser damals 16 jähriger Sohn war nach ca. 1 Jahr fast perfekt. Allerdings hatte er auch jeden Tag mindestens 4 Stunden Umgang mit gleichaltrigen. Heute nach 2,5 Jahren spricht er fast akzentfrei und unterscheidet sich nicht von den schwedischen Jugendlichen.
Mein Mann spricht berufsbedingt wenig (Mechaniker, viel selbständige Arbeit), er versteht das Meiste, hat aber schwer sich auszudrücken, der Wortschatz ist nicht so umfangreich, wichtig war, die Fachbegriffe mussten sitzen, aber sonst fehlt ganz einfach der ständige Sprachaustausch und Unterhaltungen die über das Mittagspausen bla-bla hinausgehen.
Und ich habe meine Lehrbücher durchgeackert, lese schwedische Bücher, gucke Schwedisch-TV, verstehe eigentlich gute 95% von allem, habe aber Angst zu sprechen weil die Übung fehlt und ich kaum Möglichkeit dazu habe (Landleben, arbeitssuchend)
Mit Englisch kommst du die ersten 3 Monate ganz gut rum, dann wollen die Schweden aber nicht mehr. Und im medizinischen Bereich (Altenpflege) nützt dir das nichts, die über 60 jährigen haben mit Englisch nichts am Hut.
Ich empfehle dir, hier einen Sprachkurs zu machen, habe 4 Stück in Deutschland gemacht, vertane Zeit, bestenfalls was für Touristen. Man beginnt hier ganz von vorn.
Sehr gut sollen die Sommerkurse an der Uppsala Universitet sein!
Petrak
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Beitrag von Petrak »

so, nun ist es eindeutig. mein studium ist nun vorbei und ich sitze so zusagen auf der straße. finanzielle unterstützung vom vater staat bekomme ich nicht - nicht mal meine krankversicherung wird von denen bezahlt -, da meine frau "zu gut" (eigentlich das gegeneil) verdient.

eine arbeit hier zu finden ist sehr schwierig, fast unmöglich, da in meiner branche tote hose herrscht.

da wir zwei so nicht über die runden kommen (frag mich wie die ämter der meinung sind das wir es könnten) und ich nicht daheim blöd rumsitzen möchte, suche ich nach einer lösung.

ich weis dass es in schweden auch nicht viel besser aussieht, aber mich würde interessieren ob es dort überregional so schlecht aussieht oder man ganz im norden "einfacher" einen job finden könnte.
mein finanzieller polster ist gleich null. die reise und 3 monate aufenthalt ohne einen job zu finden könnte ich mir leisten.
und mir ist es wirklich egal welche arbeit ich bekomme und wo. später kann man sich immer noch was anderes suchen und umziehen.

bitte keine "blöden" kommentare. ich weis dass dieses vorhaben ein risikoreiches unterfangen wäre (eher zum scheitern verurteilt), aber manchmal muss man auch was riskieren wenn man nicht daheim sitzen möchte und vielleicht ein kleiner funken hoffnung besteht.

was meint ihr dazu?
nightbow
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Beitrag von nightbow »

(gelöscht - sorry leute)
Zuletzt geändert von nightbow am 5. März 2010 12:42, insgesamt 1-mal geändert.
Petrak
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Beitrag von Petrak »

danke für deine schnelle antwort.

als dumm würde ich mich nicht einschätzen und den rest hast du richtig gelesen. psychische krankheiten habe ich auch nicht und wie du es geschrieben hast, habe ich mir wissen in wirtschaft aneignen können (auch wenn ich leider das studium nicht geschafft habe).

ebenso hast du damit recht, dass ich mir eine eigene wohnung suchen müsste um unterstützt zu werden und so weit möchte ich nicht gehen, da ich auch meinen stolz habe.

subway, burger usw. würde ich evtl was finden, aber da ich sowieso raus aus deutschland möchte, habe ich mir eben überlegt, ob ich es nun nicht wagen sollte wenn ich sowieso gerade keine arbeit habe und hier (egal in welcher branche) sehr schlecht aussichten sind etwas zu finden (hohe arbeitslosigkeit in der gegend).

ich hätte keinen problem damit mich selbstständig zu machen. es würde mich sogar sehr reizen da ich mit meinem wissensstand einen einfachen einstieg hätte. nur fehlt mir dazu die idee und das kapital um es zu verwirklichen.

und das größte problem stellt noch die sprache dar.

welche gegend sollte man anpeilen? wie schon geschrieben wäre nähe göteborg mein wunsch, aber wenn die chancen dort im moment schlecht sind und im hohen norden besser, hätte ich damit auch kein problem.
hansbaer
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Beitrag von hansbaer »

Ob du einen Job in Schweden finden wirst, kann dir keiner definitiv beantworten. Dass die Chancen nicht die allerbesten sind, weißt du ja selbst.

Die Annahme, dass im Norden die Chancen vielleicht besser seien, kann ich nicht teilen. Strukturell ist der Norden allgemein schwächer - der öffentliche Sektor macht dort ca. ein Drittel der Arbeitsplätze aus.

Ich habe mal in die aktuelle Arbeitsmarktzahlen hineingeschaut. Der Anstieg der Arbeitssuchendenzahlen ist im Norden zwar schwächer im Vergleich zum Süden, aber sie waren davor schon auf einem hohen Niveau. In Norrbotten sind über 9% der Gesamtbevölkerung auf Arbeitssuche, in Västerbotten 7,4%, in Värmland 8,1% - der Landesdurchschnitt liegt bei 6,4%. Das schließt freilich nicht aus, dort einen Job zu finden, aber bessere Chancen würde ich mir nicht ausrechnen.
Insofern würde ich eher Blekinge, Kalmar, Jönköping usw. abklappern, wo du auch mit weniger Reisekosten weit mehr potenzielle Arbeitgeber erreichen kannst.

Sich auf "jeden" Job zu bewerben, erscheint mir jedenfalls nicht sinnvoll, denn für Arbeiten, die jeder machen kann, finden sich derzeit genügend Leute, die zudem noch schwedisch sprechen.
Petrak
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Beitrag von Petrak »

vielen dank für die super info.
jönköping würde mich sehr ansprechen. gefällt mir dort sehr gut und bin auch jedes jahr dort ein paar tage geblieben.

mit abklappern meinst du einfach zu den firmen fahren und dort persönlich nach einen job fragen? dort soll es ja nicht so unüblich sein einfach vorbei zu fahren - im gegensatz zu hier... oder bin ich da falsch informiert?
nightbow
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Beitrag von nightbow »

(gelöscht - sorry leute)
Zuletzt geändert von nightbow am 5. März 2010 12:42, insgesamt 1-mal geändert.
Petrak
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Beitrag von Petrak »

alles klar, werde ich machen.
ich muss sowieso noch nach mehr informationen hier im forum recherchieren, da die vorbereitungszeit nun sehr knapp wäre. sollten welche fragen offen bleiben, werde ich natürlich hier nochmal nachhacken :-flagg

auf jeden fall vielen dank an alle, die mir hier bisher geantwortet haben :-thank
Brelinger
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Beitrag von Brelinger »

Hej,

ich bewundere Deinen Optimismus und die Entschlossenheit etwas zu bewegen. Aber in einer Sache muss ich ganz deutlich etwas schreiben:

Es werden zur Zeit fast überall Schweden bevorzugt. Dies vor allem wegen Kultur und Sprache. Ich habe gestern mal wieder (zum 3. Mal) meinem Chef das deutsche Ausbildungssystem erklärt.

Er wunderte sich, dass ich soviel Ahnung von Buchhaltung habe.
Ich: "Standard bei Kaufleuten......"
Er: "Aber es steht nicht in Deinem CV, dass Du in dem Gebiet gearbeitet hast"
Ich: :mauer:

Was ich sagen will ist, das nicht alle Qualifikationen auch als solche erkannt werden.

Und im einfachen Arbeitsbereich gilt was ich oben geschrieben habe: Lieber nen Landsmann.


Fazit:
Ich wills Dir nicht verderben, aber:
Du bist fremd und ohne Sprache - du solltest in DE definitiv bessere Chancen haben irgendwo zumindest auf Stundenbasis zu arbeiten.

Gerade das Wort "knappe Vorbereitungszeit" lässt mich aufhorchen.....könnte nen Halsbruch werden.

Trotzdem VIEL ERFOLG! - meld Dich ruhig auf nen Bier, sollte es Dich nach Jönköping verschlagen.


Cheers
Das Leben ist ein Match!
Petrak
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Beitrag von Petrak »

nene, du verdirbst mir nichts. finde ich gut dass du deine meinung hier äußerst. ist besser als wenn alle sagen würden, "mach das, du wirst auf jeden fall einen job finden und hier sehr glücklich werden".

ich habe mir nun vorgenommen, hier noch zwei monate zu bleiben und nach einen job zu suchen. in dieser zeit werde ich mich hinhocken und die sprache büffeln - soweit es geht. werde auch schauen dass ich hier einen sprachkurs belege. leider ist die nächste FH ein stück entfernt aber mir wäre es wert. zeit habe ich ja zu genügend und somit sollte ich diese zeit sinnvoll nutzen indem ich mich mit schwedisch auseinander setze.

es ist auch nicht so, dass ich mich von heut auf morgen entschlossen habe nach S zu gehen. seit 5 jahren beschäftige ich mich nun mit diesem thema, nur meine frau möchte nicht mit wegen der sprache - wobei ich es nicht verstehe, da sie sprachbegabt ist - ...
dass dumme ist, dass ich vor 4 jahren einen jobangebot in S erhalten habe und dies wegen meiner Frau nicht angenommen habe. tja, pech gehabt :(

und wie gesagt, sollte ich in zwei monaten nichts gefunden habe, dann riskiere ich es einfach bevor ich daheim blöd rumsitze. und ich denke dass ich mit der bis dahin erlernter sprache auch etwas besser chancen haben werde.

und sollte es schief laufen, dann wird eben später (wenn die kriese vorbei ist) ein zweitversuch gestartet.

hier hält mich nichts mehr, unser staat hat mich vergiftet und so oder so muss ich nun weg von hier damit ich meinen frieden finde. und wie gesagt, wäre dies wohl eine chance wenn ich hier nichts finde und diese chance sollte ich mir nicht entgehen lassen. im schlimmsten fall komme ich eben mit paar tausend € leichter nach hause. aber das ist es mir wert, denn ich habe es versucht und werde mir keine vorwürfe mehr machen können.

ach ja, bevor welche sprüche kommen (wie schon so oft von manchen hier gelesen), dass auch in S nicht immer alles aus Gold ist was glänzt - das weis ich. ich fühle mich nur mit der gegend, der kälte, der mentalität und der sprache (auch wenn ich diese noch nicht kann) verbunden - ich war wohl im früheren leben ein wikinger oder ein elch :-elchi .

auch wenn S genau so wäre wie DE, würde ich alleine nur wegen der landschaft hinziehen, da mich die schöne nordische landschaft immer wieder aufmuntern würde, was hier leider nicht der fall ist.

apropo wikinger :D
wie stehen die chefs in S zu bewerbern mit langen haaren und einen langen bart???
da ich metaler und musiker bin (alleine daher würde ich mich dort schon wohl fühlen^^) habe ich natürlich lange haare und einen längeren geflochtenen bart - kein wildwuchs, mehr gepflegt.
die haare werde ich nie abschneiden, über den bart könnte man noch reden - aber ungern.
hier in deutschland werden lange haare nicht gerne gesehen. ist es dort genauso?

@brelinger, klar sag ich dir bescheid, jönköping wäre auf jeden fall auch auf meinem weg ;)
filainu
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Beitrag von filainu »

hier im forum steht auch irgendwo etwas von Pflanzen Pflanzen, wäre vielleicht erstmal was für die übergangszeit? da stand auch ne adresse bei wer das vermittelt
Petrak
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Beitrag von Petrak »

habe ich auch gelesen. werde mir das auf jedenfall mal näher anschauen. wählerisch kann man ja in der jetzigen zeit nicht sein und dort könnte ich die sprache effektiver lernen als hier.
nightbow
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Beitrag von nightbow »

(gelöscht - sorry leute)
Zuletzt geändert von nightbow am 5. März 2010 12:42, insgesamt 1-mal geändert.
Petrak
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Beitrag von Petrak »

awa, am liebsten würde ich gleich meine sachen packen und losfahren.
ich weis genau warum ich jedes jahr hochgefahren bin und dieses land so liebe :-flagge2
finde es gut das die nicht so einen theater wegen dem aussehen machen wie es hier der fall ist, schließlich sagt dies nichts über den charakter eines menschens aus.
Petrak
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Beitrag von Petrak »

habe noch eine frage. habe nun im forum das thema SFI-Kurse gelesen. leider habe ich die wichtigsten fakten nicht gefunden.
kann man diesen kurs nur belegen wenn man einen festen wohnsitz in S nachweisen kann?
und wie lange dauert so ein kurs?
hansbaer
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Beitrag von hansbaer »

Man muss "folkbokförd" sein, d.h. eine permanente Personnummer haben.

Alles weitere macht dann in erster Linie die Kommune, in der man gemeldet ist.
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Lille Emil
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Beitrag von Lille Emil »

Petrak hat geschrieben:habe noch eine frage. habe nun im forum das thema SFI-Kurse gelesen. leider habe ich die wichtigsten fakten nicht gefunden.
kann man diesen kurs nur belegen wenn man einen festen wohnsitz in S nachweisen kann?
und wie lange dauert so ein kurs?
Hallo.
Bei mir und meinen Kollegen lief das so.
Nachdem ich eine Adresse + Personennummer hatte, bin ich zur Sprachschule hin. Habe mich dort angemeldet und konnte gleich loslegen. Die Dauer bestimmen wir selbst. Es gibt verschiedene Niveaus. A, B, C und bei uns demnächst D. In der Regel fängst du bei A an, wenn du keine Schwedischkenntnisse hast. Da ich schon welche hatte, musste ich einen Test machen. Nun bin ich direkt in B/C-Kurs (sind bei uns zusammengelegt) eingestuft worden. Ach ja, die Teste wiederholen sich so alle 6-8 Wochen. Je nachdem wie man abschneidet kommt man höher oder man bleibt beim alten Kurs.

Hoffe, ich konnte dir helfen.
MvH
Emil
nightbow
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Beitrag von nightbow »

(gelöscht - sorry leute)
Zuletzt geändert von nightbow am 5. März 2010 12:42, insgesamt 1-mal geändert.
Petrak
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Beitrag von Petrak »

alles klar, danke ;)
Petrak
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Beitrag von Petrak »

kann man hier in deutschland eigentlich irgendwo schwedische zeitungen (am besten region göteborg) kaufen? habe hier in der stadt bei einem zeitungsladen nachgefragt und der nette herr hatte keine ahnung...
wäre für mich sehr interessant wenn man es hier bekommen könnte da ich erstens schedisch lernen könnte und zweitens wegen den stellenanzeigen :D
ist nur so eine idee, da es hier haufenweise englische, türkische... zeitungen gibt
nightbow
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Beitrag von nightbow »

(gelöscht - sorry leute)
Zuletzt geändert von nightbow am 5. März 2010 12:42, insgesamt 1-mal geändert.
Framsidan
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Beitrag von Framsidan »

Petrak kommt halt auch darauf an wo du wohnst. Meistens gibts die am Hauptbahnhof.

http://www.gp.se/gp/jsp/Crosslink.jsp?d=10

Hier kannst du GP (Göteborgs Posten) lesen

Framsidan
Petrak
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Beitrag von Petrak »

danke ihr beiden.
dann werde ich hier am bahnhof mal schaun, denn diese woche treffe ich mich mit meinem damaligen kollegen der von S nach D gezogen ist... mit ihm könnte ich schon mal die stellenanzeigen durchlesen, da ich ja leider noch nichts verstehe. daher wäre eine zeitung praktisch... ab morgen gehts aber los die sprache zu lernen :D

ach ja, an welchen tage stehen stellenanzeigen in S-zeitungen? auch hauptsächlich samstag wie in D üblich?
Framsidan
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Beitrag von Framsidan »

nightbow jetzt bist du mir zuvorgekommen :lol:
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