Irak plant Schule in Schweden

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Karsten
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Irak plant Schule in Schweden

Beitrag von Karsten »

Der Irak möchte in Schweden eine eigene Schule aufbauen. Der irakische Botschafter hat laut Angaben der Nachrichtenagentur TT einen entsprechenden Antrag im Bildungsministerium eingereicht. Die Unterrichtssprache soll arabisch sein und ist hauptsächlich für die Kinder irakischer Flüchtlinge im Alter von 6 bis 19 Jahren gedacht. Dazu wies der Botschafter darauf hin, dass sich zurzeit 250.000 Bürger irakischer Herkunft in Schweden aufhielten. Den Kindern dieser Menschen müsse es ermöglicht werden, wieder in ihre Heimat zurückzukehren, so der Botschafter weiter. Die Schule soll durch öffentliche Mittel aus dem Irak finanziert werden.

(Quelle: Radio Schweden)
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Sussi
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Re: Irak plant Schule in Schweden

Beitrag von Sussi »

Es gibt 7 internationale Schulen in Schweden für Kinder und Jugendliche, die eher eine kürzere Zeit im Land leben. Obwohl dies die Absicht der Schulen ist, sind an vielen Schulen SchülerInnen, die ihren ständigen Aufenthalt in Schweden haben. Dazu braucht die Schule eine spezielle Erlaubnis, die sich auch auf die Anzahl der SchülerInnen bezieht.
Diese Schulen müssen vom "Skolverket" anerkannt sein. Diese Schulen erhalten keine finanzielle Unterstützung aus der Kommune sondern einen staatliche Unterstützung.
Die Schule wird anerkannt, wenn sie mit der Regelschule als Gleichwertig eingeschätzt wird. Es sollen auch Fertigkeiten unterrichtet werden, die einen weitere Schulbesuch im Ausland erleichtern.
Es gibt auch freie Schulen, z.B. die deutsche Schule in Stockholm.
Ziel der schwedischen Regierung ist eine Informationsgesellschaft die allen offen steht.
Gerade heute hat die Regierung neue Initiativen zur Integration von neu zugezogenen SchulerInnen präsentiert.

Ich denke das Ansuchen Iraks es ist eine spannende Herausforderung und wird auf Basis der bestehenden demokratischen Gesetzgebung gelöst werden.
Carpe Diem
Karsten
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Skepsis gegenüber irakischen Schulen

Beitrag von Karsten »

Das Ansinnen des Irak, in Schweden irakische Grundschulen zu errichten, stößt bei schwedischen Behörden und Politikern nur auf wenig Begeisterung. Es wird befürchtet, dass dadurch die Integration nicht gerade gefördert wird. Die irakischen Stellen verweisen dagegen auf die vielen Menschen irakischer Abstammung, die zurzeit in Schweden leben, sowie auf die Deutsche und die Französische Schule.

Rund 250.000 Menschen irakischer Abstammung leben derzeit in Schweden. Die irakische Regierung möchte deshalb eigene Schulen in Schweden errichten, unter anderem auch, um durch Unterricht in der Landessprache die Rückkehr in den Irak zu erleichtern, wie der irakische Botschafter, Hussein Al-Ameri, gegenüber Radio Schweden erklärt:„Viele Iraker, die in Schweden leben, möchten, dass ihre Kinder ihre Muttersprache lernen. Die Kinder müssen ihr sprachliches und kulturelles Erbe behalten. Außerdem wollen viele irakische Familien früher oder später zurückkehren.“

Einen formellen Antrag gibt es noch nicht. Die irakische Regierung, die diese Schulen auch finanzieren will, möchte erst mal das Terrain sondieren und beruft sich dabei auch auf den Umstand, dass es beispielsweise eine Deutsche Schule gibt. Partik Levin von der Schulaufsichtsbehörde weist darauf hin, dass eine irakische Schule in Schweden eine Reihe von Kriterien erfüllen und sich schwedischen Verhältnissen anpassen müsste: „Nehmen wir die Deutsche Schule zum Beispiel, wo nach dem deutschen Lehrplan unterrichtet wird und Hauptsprache Deutsch ist. Aber man hat sich dort auch den schwedischen Verhältnissen und dem schwedischen Lehrplan angepasst.“

Unterricht hauptsächlich auf Arabisch

Ob dies auch von einer irakischen Schule geleistet werden kann, bezweifelt Levin. Auch die Vorsitzende des Bildungsausschuss im Reichstag, die konservative Margareta Pålsson, ist skeptisch, dass irakische Kinder hauptsächlich auf Arabisch in Schweden unterrichtet werden sollen: „Wir haben ja als Ziel, die Integration zu fördern. Dies erreichen wir dadurch, dass Einwanderer schneller schwedisch lernen, schneller eine Arbeit bekommen und dass Schüler, die in einem anderen Land geboren wurden, in das schwedische Schulwesen integriert werden. Wir können nichts zulassen, was dem entgegenwirkt.“

Pålsson erhält dabei auch Unterstützung von Ibrahim Baylan. Der bildungspolitische Sprecher der Sozialdemokraten sagt gegenüber der Zeitung Riksdag & Departement, dass eine gemeinschaftliche Gesellschaft eine gemeinsame Sprache und eine gemeinsame Schule voraussetze.

(Quelle: Radio Schweden)
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