Da Wölfe in großen Teilen Schwedens als Gefahr für die Tierwirtschaft und vor allem die Rentierzucht betrachtet wird, gibt es eine sogenannte Schutzjagd nach § 7 und 8 des schwedischen Jagdgesetzes und nach § 23 bis 29 der schwedischen Jagdverordnung.
Dieses Gesetz besagt, dass auch jedes geschützte Tier getötet werden darf, sobald es eine Gefahr für landwirtschaftliche Tiere darstellt, auch wenn noch kein Angriff stattgefunden hat. Obwohl die Anzahl der getöteten geschützten Tiere, wie Wölfe oder Luchse, gemeldet werden muss, gibt es keine zuverlässige Statistik über die Anzahl der durch Schutzjagd getöteten Tiere. Das Argument der Schutzjagd dient jedoch in Teilen Schwedens oft als Schutzaussage beim Wildern.
Neben dieser Schutzjagd erlaubt die schwedische Regierung eine sogenannte Lizenzjagd, die dazu dienen soll, dass sich in Schweden permanent mindestens 200 bis 250 Wölfe aufhalten sollen. Überzählige Exemplare dürfen dagegen nach einer gewissen, von der Regionalregierung festgelegten Quote, von Jagdgruppen mit einem überwachenden Jagdführer erlegt werden.
Den tatsächlichen Bestand an schwedischen Wölfen kann man nur schätzen, zumal sich Spuren verlieren, Wölfe illegal gejagt werden und sich die Tiere über weite Strecken bewegen. Die Jagdgesellschaften sind bei einer Lizenzjagd auch angehalten nur geschwächte Tiere zu töten und vor allem wissenschaftlich wichtige Wölfe, die einen GPS-Sender tragen, zu verschonen. Diese Auflage wurde sowohl 2010 als auch 2011 missachtet, was dazu führte, dass die Bewegungen mancher Wolfsrudel nicht mehr zu verfolgen sind.
Schweden ist mit der sogenannten Lizenzjagd, die nicht vor schwedischen Gerichten angefochten kann, das einzige Land Europas, das offiziell geschützte Tiere wie Wölfe oder Luchse jagt und nur vom europäischen Gerichtshof zur Rechenschaft gezogen werden kann.
Um gegen entsprechende Klagen vorzubauen, behauptet die schwedische Regierung auch die Wolfsstämme verjüngen zu wollen, damit sich genetisch gesunde Tiere in Schweden ausbreiten und keine durch Inzucht entstandenen kranken Tiere. Allerdings benötigt das Land dafür Wolfswelpen, die von den existierenden Stämmen aufgenommen werden, was nicht immer erfolgreich ist und oft auch die Welpen zum Tod verurteilt.
Ein weiteres Problem besteht darin, dass in Europa kaum Wolfswelpen zur Verfügung stehen, da sich die Zoologischen Gärten Schwedens und Finnlands gegen jedes Auswildern aussprechen, da in Gefangenschaft geborene Wölfe nur selten in der freien Wildbahn zurecht kommen.
Finnische wilde Wolfswelpen, die Hoffnung des schwedischen Umweltministers Andreas Carlgren, stehen während der nächsten Jahre ebenfalls nicht zur Verfügung, da der finnische Wolfsbestand sich erst ausdehnen muss, bevor die Frage nach Wolfswelpen interessant werden kann. Und selbst die, unter Umständen zur Verfügung stehenden russischen Welpen sind nur halbwild aufgewachsen und können zudem beim Auswildern in Schweden bisher nicht existierende Krankheiten mit einführen.
Herbert Kårlin
Dokumentation zur Wolfsjagd 2010
Lizenzjagd auf Wölfe in Schweden - Grundlagen der Wolfsjagd
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goteborgcity
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Lizenzjagd auf Wölfe in Schweden - Grundlagen der Wolfsjagd
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Re: Lizenzjagd auf Wölfe in Schweden - Grundlagen der Wolfsj
Die regionalen Regierung Schwedens (Länsstyrelse) sollten innerhalb von drei Monaten, in Zusammenarbeit mit Jagdverbänden und Grundbesitzern, bus Ende April die Stellen ausfindig machen, die für das Auswildern von Wolfswalpen geeignet sind. Nach einem Monat Arbeit kritisieren sie nun die kurze Epoche, die sie für die Ausarbeitung dieses Planes haben und halten die Frist für zu kurz und überstürzt.
Nachdem die Einführung junger Walpen jedoch bereits seit zwei Jahren geplant ist, jedoch ohne eine Fristangabe, und die Jagdverbände sich als Kenner der Wolfsreviere ausgeben, stellt sich die Frage wie ernst es den Jägern in Fragen der schwedischen Wolfspolitik ist und wie gut sie das Verhalten der Wölfe und ihre Reviere wirklich kennen.
Nachdem die Einführung junger Walpen jedoch bereits seit zwei Jahren geplant ist, jedoch ohne eine Fristangabe, und die Jagdverbände sich als Kenner der Wolfsreviere ausgeben, stellt sich die Frage wie ernst es den Jägern in Fragen der schwedischen Wolfspolitik ist und wie gut sie das Verhalten der Wölfe und ihre Reviere wirklich kennen.
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